Sechs Wochen nach der Messerattacke im Schlosspark von Wiesentheid (Lkr. Kitzingen) leidet das 22-jährige Opfer immer noch unter den ihm zugefügten Verletzungen. Die gute Nachricht: Der Zustand der jungen Frau habe sich gebessert, hatte Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier nach einem Besuch bei der Familie kürzlich bestätigt.

Bleibende Schäden?

Offenbar konnte die 22-Jährige noch immer nicht vernommen werden. Und aus ihrem Umfeld wird vor übertriebenem Optimismus gewarnt: Noch sei nicht sicher, ob die Bluttat mit brutalen Stichen im Hals- und Kopfbereich bei der Frau nicht bleibende Schäden hinterlasse.

Ermittlungen dauern an

Die Suche nach dem Täter hatte in den Tagen nach dem 5. Januar rasch zu zwei 18 und 19 Jahre alten Verdächtigen geführt. Die Ermittlungen dauern noch an. Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen hält sich auch sechs Wochen später auf Anfrage mit Details bedeckt. Denn noch stehen Vernehmungen aus, mit denen die bisherigen Ergebnisse der Ermittlungen unterfüttert werden sollen.

Allerdings herrscht selbst in Ermittlerkreisen Kopfschütteln darüber, dass zwei gerade erst volljährig gewordene junge Männer ein so kaltblütiges Verbrechen geplant und durchgeführt haben sollen. Gerade der 19-Jährige, der als Hauptverdächtiger gilt, kommt aus gutem Haus, galt als introvertiert und war an seiner Schule als eher schüchterner Musterschüler bekannt.

„Wenn aus einem in der Klasse etwas wird, dann aus dir“, hatte einst ein Lehrer zu ihm gesagt. „Für meinen Mandanten gilt bis zu einem Urteil die Unschuldsvermutung“, betont Verteidiger Jan Paulsen.