Das Unwetter am 4. Juni war auch ein Thema in der Sitzung des Großlangheimer Marktgemeinderates am Dienstagabend. Bürgermeister Peter Sterk berichtete, dass innerhalb von rund 20 Minuten zwischen 40 und 50 Litern auf den Quadratmeter nieder gingen und in vielen Kellern Wasser war. "Es gab einige, deren Keller voll waren. Woran liegt es?", lautete seine Frage. Seine Rücksprache mit dem Ingenieurbüro Auktor habe nicht nur die Aussage erbracht, dass neue Kanäle etliche Millionen Euro kosten dürften, sondern auch keine Garantie dafür wären, dass bei künftigen Starkregen die Keller trocken bleiben werden.

Zur Kanalsituation äußerte der Bürgermeister, dass es in Großlangheim mehrere Abwasserkanäle gebe, die sich im Bereich des Dorfsees treffen. Eine Überprüfung dieser Kanäle habe "normale Verschmutzung" ergeben, wobei sich allerdings gezeigt habe, dass nicht nur Ratten vorhanden sind, "sondern auch Gurken im Abwasser entsorgt werden". Es gibt eins bis zwei Ecken, die man jetzt anders bauen würde "und diese Punkte werden wir bei Gelegenheit aufarbeiten". Als Vorteil sah der Bürgermeister einen Vortrag mit dem Thema, wie man das Anwesen vor Überschwemmung schützen könne. "Auch diesen Punkt werden wir weiter verfolgen".

Weinfest zuhause mit Imbisswagen

Spätestens alle 20 Jahre muss die Verordnung zur Reinhaltung und Reinigung öffentlicher Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter neu gefasst werden, sie wurde einstimmig getroffen, nachdem die bisherige im September abläuft. Dazu gab es die Information, dass es die Gesetzesänderung den Gemeinden ermöglicht, den Winterdienst für sonstige öffentliche Straßen und selbständige Geh- und Radwege auf die Anlieger zu übertragen. Die neue Verordnung hatten die Ratsmitglieder zwecks Einsicht schon erhalten, für die Öffentlichkeit liegt sie in der VG auf. "Wesentliches hat sich nicht geändert", meinte der Bürgermeister dazu. Dass manche Straßeneinläufe nicht gereinigt werden, wurde von Ratsmitgliedern kritisiert. Es wird deshalb einen entsprechenden Hinweis geben, kündigte der Bürgermeister an: "Für die Straßeneinläufe an öffentlichen Plätzen ist die Gemeinde zuständig."

Das Weinfest am See wird auch in diesem Jahr Corona zum Opfer fallen. Damit aber diese Tradition weiter bewahrt wird, soll wie im vergangenen Jahr vom 16. bis 19. Juli zuhause und auf den Straßen unter dem Motto "WeinHeimeLig" gefeiert werden. Auch die örtliche Gastronomie wird in diesem Sinne mitmischen. "Und was machbar ist, wird gemacht. Wir freuen uns darauf, zusammen zu feiern", verbreitete der Bürgermeister schon etwas Stimmung. Angekündigt wurde, dass es auch einen Imbisswagen geben wird.

Bürgerversammlung im Herbst möglich

Zu einer eventuellen Bürgerversammlung äußerte Sterk, dass diese im September stattfinden könnte, "da es jedem Bürgermeister obliegt, ob er eine solche Versammlung abhält".

Er gab bekannt, dass die Arbeiten für den Zwischenbau zur Erweiterung des Kindergartens an die Kitzinger Firma Rank vergeben wurden und es einen Termin für das tierökologische Gutachten zum Bau des Abwasserkanals nach Kitzingen gab. Zu diesem Gutachten müssen noch weitere Maßnahmen durchgeführt werden, lautete die Information.

Der Weinbauverein beantragte einen Zuschuss zu den Kosten von rund 750 Euro für Präsentation, Werbung und Digitalisierung. Der Bürgermeister schlug den üblichen Vereinszuschuss von 20 Prozent vor, was einhellig begrüßt wurde.

Wohnmobilstellplatz am See?

Eine kurze Diskussion gab es zu einem eventuellen Wohnmobilstellplatz. Björn Grebner konnte sich den bei den Gärten am See vorstellen. "Erst mal überlegen, in welcher Form und Größe der entstehen könnte", schlug der Bürgermeister vor.

Lob gab es für den "gut gelungenen" Bahnübergang beim Kitzinger Tännig.

Bei der Bundestagswahl am 26. September ist der Bürgermeister der Wahlvorsteher, Karsten Droll sein Stellvertreter. Die Registrierung der Beisitzer und der beiden Wahlhelfer für die Briefwahl erfolgte zügig und problemlos.