Noch bis 31. März haben die Gemeinde Biebelried oder Vereine Zeit, einen Förderantrag für ein Kleinprojekt über das Regionalbudget zu stellen. Für eine Beteiligung warb Veronika Endres, Umsetzungsbegleiterin der ILE Mainland, in der Sitzung des Biebelrieder Gemeinderats.

Kleinprojekte bis zu einer Summe von maximal 20 000 Euro könnten gefördert werden. Der Fördersatz beträgt 80 Prozent der Nettokosten, maximal 10 000 Euro.

Bürgermeister Roland Hoh könnte sich zwei Projekte für die Gemeinde vorstellen. Zum einen wären das ein Mehrzweckspielgerät und eine Sitzgruppe für die Kaltensondheimer Schule. Zum anderen benötigt auch noch der Spielplatz in Biebelried ein Spielgerät.

Veronika Endres, Umsetzungsbegleiterin der Integrierten Ländlichen Entwicklungs-Allianz (ILE) Mainland, hofft vor allem auf die Beteiligung von Vereinen. Allerdings, so verlautete es in der Sitzung, fehle vielen Vereine nach zwei Corona-Jahren ohne Einnahmen das Geld für Projekte. Vermutlich in zwei Wochen, wenn eine Sondersitzung des Gemeinderats zum Westheimer Baugebiet anberaumt wird, soll auch über Projekte für das Regionalbudget entschieden werden.

Auf Nachfrage von Bürgermeister Hoh zu den Kernwegen meinte Endres, dass dies "Fluch und Segen" zugleich sei. Denn diese müssten auf 4,5 Meter Breite ausgebaut werden, mit Gräben und Seitenstreifen würden insgesamt 8,5 Meter benötigt. Deshalb müsste die Gemeinde in den meisten Fällen Grund erwerben, was nicht einfach sei. Gemeinderat Frank Hoh regte an, sich über einen Weg zwischen Biebelried und Theilheim Gedanken zu machen, den auch Radfahrer nutzen könnten.

Beim Rückbau der Bundesstraße 8 in Biebelried und der Neugestaltung der Würzburger Straße wird nun auch die Platzgestaltung bei der Trafostation und die Verlängerung des Gehsteigs Richtung Osten mit einer begleitenden Baumreihe gefördert. 57 400 Euro werden hier als zuwendungsfähige Kosten angerechnet. Bei einem Fördersatz von 53 Prozent macht dies eine Fördersumme von rund 30 500 Euro aus. Bisher lag die zugesagte Förderung bei rund 1,14 Millionen Euro. Einer entsprechenden Nachtragsvereinbarung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken stimmte der Gemeinderat zu.

Einvernehmen gab es auch zu Bauvorhaben. In der Eichenstraße kann ein Wohnhaus mit sechs Wohneinheiten errichtet werden. Elf Stellplätze sind auf dem Grundstück dafür vorhanden, neun wären erforderlich gewesen. In Westheim kann "Am Stückelpfad" eine Lager- und Maschinenhalle errichtet werden. Zustimmung gab es auch zum Bau einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle auf dem Grundstück "Ochsenwiese" in Kaltensondheim.

Gemeinderätin Andrea Czech möchte zur nächsten Sitzung wissen, wie der derzeitige Stand bei den Untersuchungen zur Feuchtigkeit bei der Kaltensondheimer Kirche ist. Ebenso wünscht sie sich Informationen zur Umsatzsteuerregelung für die Gemeinden.

Beim Dorfweiher in Biebelried sollte die Weide zurückgeschnitten werden, meinte Gemeinderat Manfred Kleinschrodt. Auch sollte die Anlage hergerichtet werden. Auch in den Friedhöfen werde nach dem Winter wieder alles ordentlich, sagte Bürgermeister Hoh. Seine Ratskollegin Christine Wolf hatte auf viel Unkraut im Westheimer Friedhof bei den jungen Bäumen hingewiesen.