Neben verschiedenen Informationen ging es am Montagabend in der Gemeinderatssitzung in Martinsheim um einen neuen Schwimmbeckenreiniger. In der Sitzung in der alten Schule erklärte Bürgermeister Rainer Ott, dass das vorhandene Gerät defekt ist.

Eine Überlegung war zunächst, den Reiniger von Markt Einersheim zu kaufen. Doch für dieses Gerät gibt es in Deutschland keinen Händler mehr, weshalb es schwer ist, Ersatzteile zu bekommen oder einen Kundendienst beizubringen. Deshalb hat sich die Gemeinde verschiedene Geräte vorführen und anbieten lassen. Da die Schwimmbad-Saison vorbei ist, ist die Anschaffung nicht dringend und es soll eine Messe abgewartet werden, um möglicherweise einen günstigeren Preis zu erhalten. Das derzeit bevorzugte Angebot liegt bei 9200 Euro. Zwar gibt es im Internet günstigere Beckenreiniger, doch sind hier wieder Kundendienst und Ersatzteile fraglich, erläuterte der Bürgermeister.

Die weiteren Themen im Rat:

• Gemeinderat Ulrich Falk informierte über den Stand der Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde. Derzeit sind 22 Personen aus Syrien und der Ukraine in Enheim untergebracht. In den bisher eineinhalb Jahren wurden vier Familien anerkannt und haben Wohnungen in Martinsheim, Marktbreit und Obernbreit bezogen. Alle können sich auf Deutsch verständigen und auch im Arbeitskreis läuft es gut, zog er eine positive Bilanz. Jedoch habe die Unterstützung „von oben“ nachgelassen. Insbesondere gebe es fast keine Hilfe der Behörden für die anerkannten Flüchtlinge, bemängelte er, weshalb die ehrenamtliche Arbeit dringend nötig ist.

• Bürgermeister Ott informierte, dass die Stadt Marktbreit bei der Straße zwischen Enheim und Gnodstadt den Unterbau untersuchen will und die Gemeinde Martinsheim auch Proben entnehmen lassen wird. Im nächsten Schritt soll möglichst eine gemeinsame Erneuerung der Fahrbahndecke geplant werden.

• Aus der Kläranlage wurden rund 150 Kubikmeter Klärschlamm ausgefahren. Die Kosten betrugen 3700 Euro, gab Rainer Ott bekannt.