Sonja Sattes ist Trainerin und Choreografin des Albertshöfer Männerballettes und der Wild Boys, dem Nachwuchs-Männerballett. Fragen an die Albertshöferin, die selbst aktive Tänzerin war, zu den Bayerischen Meisterschaften im Männerballett am Samstag in der Dettelbacher Maintalhalle.

Frage: Was zeichnet ein schönes Männerbein aus?

Sonja Sattes: Für mich ist ein Männerbein schön, wenn es im Takt tanzen kann und immer wieder neue Schrittabfolgen hinbekommt.

Wie viele Männertanzbeine bekommt man am Samstag zu sehen?

Sattes: Angemeldet haben sich 14 Gruppen.

Auf was dürfen sich die Zuschauer gefasst machen?

Sattes: Auf ein buntes Programm mit vielen unterschiedlichen Themen. Einige Gruppen zeigen hier Höchstleistungen im Tanzsport.

Woher kommt das Engagement der Höpper fürs Männerballett?

Sattes: Das Männerballett ist seit Bestehen des Höpper Elfers ein fester, und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil. Seit mehr als zehn Jahren fahren wir auf Männerballett-Gaudi-Turniere – und haben schon viele Siege einfahren können.

Wie viel Spaß steckt in den Auftritten – und wie viel Leistung?

Sattes: Das ist unterschiedlich. Bei uns steht der Spaß an erster Stelle, allerdings verlange ich als Trainer auch einiges von meinen Tänzern. Unsere Stärke sind unsere verschiedenen Hebefiguren.

Wird Männerballett unterschätzt?

Sattes: Ja, immer noch. Das Klischee der dicken Männer im Tütü gibt es. Es hat eine enorme Entwicklung stattgefunden. Sie sehen mittlerweile hochkarätige Charaktertänze mit tollen Kostümen und abgestimmten Kulissen.

Wie viel Arbeit steckt in der Ausrichtung der Meisterschaft?

Sattes: Sehr viel. Wir planen seit Sommer. Mehr als 80 Helfer sind nur am Samstagabend im Einsatz. Von der Ausschreibung bis zur finalen Planung gab's viel zu tun.

Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?

Sattes: Wir sind ausverkauft und haben über 600 Zuschauer.

Darauf freue ich mich besonders . . .

Sattes: . . . ganz klar auf die Auftritte meiner beiden Mannschaften, der Wild Boys und des Männerballetts. Und natürlich das Wiedersehen mit unseren befreundeten Vereinen.