An der Hörblacher Kiesgrube des Kitzinger Unternehmens Lenz-Ziegler-Reifenscheid (LZR) summt und brummt es nicht nur tagsüber. Auch nachts zieht die bunte Pflanzenvielfalt eine Vielzahl von nachtaktiven Insekten an. Für die „Jäger der Nacht“ ist der Tisch reich gedeckt, wie beispielsweise für die Fledermaus.

Auch bei der vergangenen Aktion Fledermausnacht zeigten sich die wendigen Flieger. Mit dem Bat-Detektor, den die Umweltbiologin Janina Kempf vom Landesbund für Vogelschutz mitgebracht und erläutert hatte, konnten die 30 Teilnehmer deren Rufe beim Rundgang um den See auch hören, heißt es in der Pressemitteilung. Durch die vorangegangen informativen Spiele war allen klar, dass es verschiedene Fledermausarten waren, die hier auf Jagd gingen.

Einer der Teilnehmer war Horst Altenhöfer, der schon bei der letzten BayernTourNatur- Aktion „Jäger der Nacht“ von dem Areal rund um die Kiesgrube begeistert war. Als stellvertretender Vorsitzender des Steigerwaldklubs Iphofen/Kitzingen hatte er damals auch gleich eine Idee: „Die Fledermäuse sollten in ihrem Jagdrevier auch Plätze zum Wohnen haben.“ Kurzerhand schlug er vor, rund um das Gelände die selbst gebauten Fledermauskästen des Vereins aufzuhängen. LZR gab die Erlaubnis. Nun hängen bereits 16 Kästen für die Fledermäuse an den Bäumen.

Bei der symbolischen Übergabe während der Fledermausnacht betonte der Vereinsvorsitzende Volker Dungs, dass der Schutz und der Erhalt der Natur ein großes Anliegen des Steigerwaldklubs ist. Er appellierte an alle, für den Erhalt der Artenvielfalt aktiv zu werden. Auch um den Iphöfer Stadtsee sollen die Fledermauskästen aufgehängt werden. „Und nächstes Jahr,“ so das Versprechen von Horst Altenhöfer, “laden wir dort ein zu den ‚Jägern der Nacht‘“.