54 Männer und zwei Frauen sind bei der Feuerwehr in Stadtschwarzach aktiv. „Es war für alle ein arbeitsintensives Jahr“, zog Kommandant Michael Krieger am Dreikönigstag Bilanz. Er dankte seinen Kameraden für die vielen freiwilligen Einsatzstunden zur Hilfe am Nächsten. Zwei seiner Kameraden wurden für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet. Peter Hilsenbeck und Hermann Kuhn erhielten von Kreisbrandrat (KBR) Roland Eckert das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats Bayern in Silber.

Nicht die Brandfälle, sondern die Fahrten auf der nahen Autobahn stehen in der Einsatzstatistik von Kommandant Krieger an erster Stelle. 15 Mal musste die Wehr zu Verkehrsunfällen auf die A 3, 13 Mal rückte sie zu Löscheinsätzen aus. Insgesamt absolvierten die Einsatzkräfte 617 Stunden ehrenamtlichen Dienst.

Eine stolze Zahl, zumal die Stunden für die zahlreichen Übungen (21) und Schulungen (15) sowie Wartungs- und Pflegearbeiten noch hinzukommen. Der gute Ausbildungsstand der Wehr, den KBR Eckert hervorhob, kommt also nicht von ungefähr. „Die Stadtschwarzacher Feuerwehrleute stehen überall ihren Mann“, lobte Eckert in der Jahreshauptversammlung. Die Einsatzkräfte seien zuverlässig und kompetent, eigenständig und verantwortungsbewusst. Der KBR freute sich weiter über die gute Zusammenarbeit der Ortsteilwehren untereinander und mit der Kommune seit vielen Jahren.

Regelmäßig würden sich die Verantwortlichen treffen und dabei Übungen, Prüfungen und Einsatzpläne ausarbeiten. Dank sagte Eckert den Stadtschwarzachern für die Wartung und Bestückung des Einsatzfahrzeugs der UGÖEL, der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung des Landkreises Kitzingen.

Positives meldete Krieger aus dem Nachwuchsbereich der Wehr. Sieben Neuzugänge verzeichnete die Jugendfeuerwehr mit ihrem Leiter Burkard Schuster im vergangenen Jahr. Aktueller Personalstand: Zehn Anwärter, darunter drei Mädchen.

Dem Feuerwehrverein Stadtschwarzach gehören 99 Mitglieder an. Weil sich Richard Dülch in den vergangenen Jahren für die aktive Wehr über das normale Maß hinaus engagierte, ernannte ihn Vorsitzender Manfred Falkenstein zum Ehrenfeuerwehrmann. Dülch war 24 Jahre stellvertretender Kommandant (bis 2012), ist seit 1987 Gruppenführer und im Verein seit über 25 Jahren im Vorstand.

Falkenstein informierte über die geselligen Unternehmungen. Kesselfleischessen, Maibaumaktion, Sommerparty und Oktoberfest waren die Highlights. Die Vereinskasse musste einige Anschaffungen verkraften. Gekauft wurden Waschmaschine, Trockner, Gefrierschrank und neue Softshell-Jacken.