Wer bei der Hauptversammlung der Feuerwehr in Westheim im Sitzungssaal des historischen Rathauses eine längere Veranstaltung erwartet hatte, sah sich wohltuend getäuscht. Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Roland Hoh wurden Kommandant Marcus Müller und sein Vize Tobias Mulzer von den 16 Wehrleuten in ihren Ämtern bestätigt.

Beim Feuerwehrverein gab es zwar Veränderungen; darüber aber war vor der Versammlung schon beraten worden und so waren die Wahlgänge in kürzester Zeit erledigt. Da Alfred Wolf nach zwölf Jahren nicht mehr kandidierte, übernahm Bernd Renz das Zepter. Erster Stellvertreter wurde Martin Müller, weiterer Stellvertreter Alfred Wolf. Wiedergewählt wurden Kassier Gunnar Krauß und Schriftführerin Anja Mulzer ebenso wie die Kassenprüfer Erhard Müller und Werner Mulzer. Zum Gerätewart wurde Wolfgang Meyer ernannt, zum Jugendwart Marco Wolf.

Kommandant Marcus Müller bedauerte, dass im vergangenen Jahr noch 27 Aktive bei der Westheimer Wehr aktiv waren; derzeit sind es aber nur noch 24 – darunter vier Frauen. Daher will sich der Jugendwart intensiv um den Aufbau einer Jugendmannschaft kümmern. Im Jahr 2015 hatten die Westheimer drei Einsätze, darunter einen bei einem Brand. Eine Truppmannausbildung will Kommandant Müller gemeinsam mit den Feuerwehren in Biebelried und Kaltensondheim organisieren.

Rückblick und Vorschau

Alfred Wolf vom Feuerwehrverein berichtete vom Erste-Hilfe-Kurs zu Beginn des Jahres mit 13 Teilnehmern und wertete diesen als Erfolg. Das Dorffest sei Dank vieler Helfer ein Höhepunkt im Dorfleben. Es erlebt am 19. Juni eine Neuauflage. Auch schlug er vor, einer Einladung der Feuerwehrkameraden aus Westheim bei Gunzenhausen zu deren 125-jährigen Bestehen zu folgen.

Da der Anbau am Feuerwehrhaus baurechtlich genehmigt ist, bat Wolf um Meldungen von Helfern bei den Bauarbeiten, denn die Feuerwehr will die Erweiterung ihres Domizils weitgehend in Eigenleistung schaffen. Bürgermeister Hoh ergänzte, dass der Anbau sich auf einem guten Weg befinde und versprach Hilfe der Gemeinde.

Stets der Erste bei den Einsätzen

Gerd Kuhstrebe wurde in Abwesenheit für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt; für 30- und zehnjährige Dienstzeiten gab es Ärmelstreifen. Der besondere Dank Wolfs galt Werner Seubert, der immer zugegen war, wenn er gebraucht wurde, auch als nicht mehr aktiver Feuerwehrmann. Gab es einen Alarm, sei Seubert stets als Erster am Feuerwehrhaus gewesen, habe das Tor geöffnet und den Motor gestartet. Nun aber habe er den Hausschlüssel zurückgegeben.

Bürgermeister Roland Hoh bezeichnete Westheim als „Ausnahmeort“, denn hier gebe es im Vergleich der Einwohnerzahlen die größte Mitgliederzahl in der Dreiergemeinde. Kreisbrandmeister Markus Ungerer lobte die Zusammenarbeit mit der Kreisfeuerwehrführung und versprach Unterstützung beim Aufbau einer Jugendgruppe. Die werde es auch bei der Umstellung auf Digitalfunk geben, die bis zum Jahresende im Landkreis mit Vollausstattung abgeschlossen sein soll.

Feuerwehr Westheim, Wahlergebnis: Kommandant Marcus Müller; stellvertretender Kommandant Tobias Mulzer. Vorsitzender Bernd Renz, zweiter Vorsitzender Martin Müller, dritter Vorsitzender Alfred Wolf, Kassier Gunnar Krauß, Schriftführerin Anja Mulzer, Kassenprüfer Erhard Müller und Werner Mulzer.

Ehrungen: 70 Jahre Mitgliedschaft: Walter Schmidt; 60 Jahre: Walter Barthelmäs; 25 Jahre: Gerd Kuhstrebe.