Arbeitsreiche und intensive Tage liegen hinter Sebastian Rückel, den Geiselwinder Feuerwehrleuten und deren Helfer. Ihre zum ersten Mal ausgerichtete Feuerwehrmesse stieß mit rund 2000 Besuchern, dazu 300 Wettkämpfern, auf eine gute Resonanz. „Wir waren sehr zufrieden! Wir haben die Leute darauf aufmerksam gemacht, was von uns Feuerwehrleuten gefordert wird“, fasste es der Vorsitzende und Hauptorganisator der Veranstaltung zusammen.

Ein möglichst breites Spektrum sollte die Messe bekommen, was auch gelang. Selbst das Bayerische Fernsehen sendete am Wochenende einen Beitrag aus Geiselwind, am Montag schickte auch Radiosender Bayern 1 noch einen Nachbericht über die Veranstaltung. Die Attraktion dabei stellte die „Fire Fighter Challenge“ dar. Dabei galt es, eine Art Hindernis-Parcours in einem Wettkampf zu absolvieren, der sich am tatsächlichen Einsatzgeschehen orientiert.

Zuvorderst wandte sich die Schau an Feuerwehrleute, welche die Messe auch nutzten, um sich einen Überblick über den derzeitigen Stand der Technik im Feuerwehrwesen zu verschaffen. Dazu informierten bei der Messe 20 namhafte Fachfirmen, die dort ihre Artikel präsentierten. Von Atemschutz-Ausstattungen, Einsatz- und Freizeitbekleidung, über Helme, Stiefel, bis hin zu neuen Fahrzeugen reichte die Palette.

Das Gebotene kam gut an bei den Besuchern. Nicht nur aus Uehlfeld, Marktsteft, Schonungen und Buttenheim waren Wehrleute am Samstag bei der Schau. „Es ist gut aufgezogen von den Geiselwindern. Das hat Potenzial, um sich hier zu etablieren. Dazu ist der Wettkampf eine schöne Sache. Hut ab, dass sie es geschafft haben so etwas hierher zu holen“, sagte Joachim Müller, der Feuerwehrkommandant in Marktbreit ist.

Kitzingens Stadtbrandinspektor Markus Ungerer gefiel es ebenso, dass so viele Fachfirmen auf einem Fleck vertreten waren. „Die Mischung von den Ausstellern ist gut. Da ist für den normalen Feuerwehrmann wie auch für die Führungskräfte was dabei.“ Nicht nur Rüdenhausens Kommandant Steffen Ackermann sagte, er fände es schön, „wenn so etwas auch weiterhin hier angeboten wird.“

Ob es eine Wiederholung geben wird, darauf wollte sich Sebastian Rückel noch nicht endgültig festlegen. „Es hat Spaß gemacht, aber ich möchte erst einmal das Ganze sacken lassen und mit meinen Leuten reden.“ 64 Helfer hatten die Geiselwinder im Einsatz, die sich auf dem Strohofer-Gelände verteilten. Dazu unterstützten 25 Leute der Berliner Berufsfeuerwehr die Geiselwinder. Sie sorgten für den Ablauf des Wettkampfs und stellten die Schiedsrichter. Die Berliner besitzen als einzige in Deutschland die Lizenz, um derartige Veranstaltungen auszurichten. Bis zu Weltmeisterschaften geht es bei den aus den USA kommenden Wettkämpfen. Starter aus Deutschland, Belgien, Frankreich oder auch Polen versuchten in Geiselwind, die geforderte Zeit zu schaffen. Der schnellste lag bei schier unglaublichen 1:47 Minuten.

Längst nicht nur die Profis wagten sich an den Parcours, sondern auch „normale“ Feuerwehrleute. So stellten die Gastgeber spontan drei Staffeln, dazu auch Einzelstarter. Darunter war auch Sebastian Rückel. „Dass ich selber die Challenge durchlaufen konnte, war mein persönlicher Höhepunkt“, sagte er. Sollte es eine Wiederholung der Messe geben, ist sich Rückel sicher, dass gerade beim Wettkampf noch viel mehr Feuerwehren teilnehmen werden.