Das touristische Leben blühte am Wochenende in Volkach so richtig auf. Unzählige Radfahrer schnupperten am Samstag gegen 14 Uhr in die Altstadt, um dann ihre Tour auf dem Main-Radweg fortzusetzen. Bei der Momentaufnahme war die Innenstadt rund um den Markt gut frequentiert. Die geforderten Corona-Mindestabstände waren aufgrund der Enge und Dutzenden von geparkten Fahrrädern kaum einzuhalten.

Da konnte man sich noch so anstrengen, wurde doch kreuz und quer geradelt und marschiert. Sicherheitskräfte versuchten, das Miteinander von Radfahrern und Fußgänger zu regeln. Wenn sie die Besucher wegen ihres Fehlverhaltens ansprachen, war es genau genommen schon zu spät. Was den drei Männern vom Security-Service Neustadt/Aisch gut gelang, war, den Marktbrunnen frei zu halten von Eisschleckern und Schoppentrinkern.

Mit Aufklärung gegen Fehlverhalten

"Die Leute sind einsichtig", sagte ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma und händigte wieder einmal einem Pärchen den städtischen Flyer aus, das sich auf die Stufen des Brunnens gesetzt hatte. "Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn viel los ist", stand auf dem Flyer, den die Stadt Volkach aus aktuellem Anlass entworfen hatte. Den Schutz für Mund und Nase trug aber kaum jemand, Abstand wurde nur gehalten soweit möglich.

Auch am zweiten Hotspot in Volkach, dem Kanuverleih, war sehr viel los. Viele Gruppen ließen sich einweisen, um anschließend den Altmain hinunter zu paddeln. Mund-Nasen-Schutz? – Bei den Freizeitkapitänen aus nah und fern fast immer Fehlanzeige. Das herrliche Wetter animierte auch viele Menschen zu einer Fahrt mit dem Ausflugsschiff auf dem Main. Auf den Decks unter freiem Himmel genossen die Urlauber die Sonnenstrahlen. Auch dort war so gut wie kein Mund-Nasen-Schutz zu entdecken, obwohl mitunter die Abstände nicht eingehalten werden konnten.