Die Mitteilung, dass zwischen den Anschlussstellen Gramschatz und Estenfeld in Richtung Würzburg ein Sattelzug an der Mittelleitplanke steht und die komplette Überholspur blockiert, war gegen 3.15 Uhr in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen. Eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried stellte dann fest, dass der Sattelzug mit laufenden Motor im Grünstreifen an der Mittelleitplanke stand. Der 64-jährige Fahrer war im Führerhaus zusammengesunken. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des aus dem Landkreis Cuxhaven stammenden Mannes feststellen. Der an der Leitplanke und dem Sattelzug entstandene Sachschaden dürfte sich auf etwa 10.000 Euro belaufen.

Gegen 9 Uhr ist der Schwertransport abtransportiert worden. Im Moment laufen noch Reparaturarbeiten an der Mittelleitplanke und sowie Ausbesserungsarbeiten am Erdreich des Grünstreifens. Diese Arbeiten werden nicht vor 10.30 Uhr beendet sein. Der Verkehr wird über den rechten Fahrstreifen und den Standstreifen vorbeigeleitet. Die Behinderungen auf der A7 halten sich einigermaßen in Grenzen.

Sehr verwundert zeigt sich die Polizei über die Tatsache, dass sich nur drei Anrufer bis zum Eintreffen der ersten Streifenbesatzung der Verkehrspolizei gemeldet haben, um die wirklich gefährliche Verkehrssituation auf der A 7 mitzuteilen. Durch den an der Mittelleitplanke stehenden Schwertransport war der Überholstreifen zu einem großen Teil blockiert. Hier hätte es sehr leicht zu einem schweren Unfall kommen können, wenngleich an dem Sattelzug eine gelbe Rundumleuchte in Betrieb war.

Bei solchen gefährlichen Situationen bittet die Polizei grundsätzlich um eine Mitteilung. Sich darauf zu verlassen, dass schon ein anderer die Polizei verständigt hat, sei in diesen Fällen sicherlich nicht die richtige Entscheidung.