Auch die Mainstockheimer Mainfähre Chris-Tina muss ab und an zum TÜV. Allerdings muss das Fahrzeug dazu nicht irgendwohin transportiert werden, sondern die Sachverständigen kommen nach Mainstockheim zum Main. Und das gleich mehrmals, wie Bürgermister Karl-Dieter Fuchs am Donnerstagabend in der Gemeinderatssitzung erläuterte.

Am 28. Februar läuft das "Fährzeugnis" ab, das mit dem TÜV für Autos vergleichbar ist. Einige Tage zuvor, am 23. Februar, kommt eine Kommission und prüft die Fähre vom Ufer aus. Kann die dabei keine gravierenden Mängel feststellen, so erteilt sie eine Übergangsgenehmigung für drei Monate, während derer die Fähre weiter betrieben werden darf.

Nordheimer Fähre liegt derzeit an Land

Innerhalb dieser Frist wird das Schiff an Land gehoben, um einer weiteren Prüfung durch einen Sachverständigen unterzogen zu werden. Wann genau das ist, kann Fuchs heute noch nicht sagen, denn es hängt von Nordheim ab. Dort wird ebenfalls gerade die Mainfähre geprüft und liegt an Land. Wenn die Prüfung dort abgeschlossen ist, wird sich Mainstockheim die Lagerböcke für die Fähre ausleihen. Kann sein, so Fuchs, dass die Mainstockheimer Fähre am gleichen Tag noch gelandet wird, wie die Nordheimer zu Wasser geht, denn dann könnte der gleiche Kran genutzt werden.

Solange die Fähre für die Prüfung an Land liegt, können auch etliche Wartungsarbeiten durchgeführt werden: So soll etwa ein neuer Anstrich erfolgen und auch die Planken des Bodenbelags ausgetauscht werden. Wieder mit Holz, wieder mit Lärche, die wohl sehr witterungsbeständig ist. Ob wieder mit heimischer oder diesmal mit sibirischer Variante des Kieferngewächses ist noch offen. Mit der Aufarbeitung der Fähre direkt vor Ort und nicht in einer Werft hoffen die Mainstockheimer, dass die kurze Verbindung nach Albertshofen schneller wieder möglich ist.

Gelände der Schützen wird Wohnbebauung

Zu gleich drei Bebauungsplänen der Stadt Kitzingen sollten die Mainstockheimer als Nachbarn Stellung nehmen: Zur Wandlung des Geländes der Schützengesellschaft am Steigweg zu Wohnbebauung, zum Bau einer Schießanlage an der Großlangheimer Straße und zur Stellplatzanlage am Bleichwasen – zu keinem Plan gab es Bedenken.

Von den einst sieben Bewerbern für die beiden verbliebenen Bauplätze in der Wunn sind vier übrig geblieben, die Verlosung der Flächen erfolgt in der März-Sitzung des Gemeinderats.

Das geplante Naherholungsgebiet Sandspitze hat die nächste Hürde genommen: Die Unterlagen sind an das Landratsamt weitergeleitet worden, jetzt warten die Beteiligten auf einen Vorbescheid.

Neuer Service: Wasserstand des Mains abrufbar

Für die Sulfatreduzierungsanlage ist die vorzeitige Baufreigabe durch das Wasserwirtschaftsamt eingetroffen. Nun arbeite, so der Bürgermeister, das Planungsbüro an den Ausschreibungsunterlagen.

Einen neuen Service bietet die Gemeinde Mainstockheim auf ihrer Homepage: Dort kann dank einer Pegelsonde in einem Auslaufbauwerk der Kläranlage der aktuelle Wasserstand des Mains abgerufen werden.

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