Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft (Letzter Streich): Plaudern wir ein wenig aus dem Nähkästchen: Als diese Wir-werden-Weltmeister-Kolumne vor vier Wochen startete, gab es das eine oder andere mitleidige Lächeln. Samt der entsetzten Frage: Was schreibt denn der da bloß? Oder, um es mit den Worten unseres redaktionseigenen Oberskeptikers zu sagen: „Deutschland gewinnt nicht – höchstens an Erfahrung.“

Und nun: Ganz dicht davor – ein Schritt noch. Nachdem wir das furchtbare andere Halbfinale zwischen den Altherrenmannschaften von Argentinien und Holland (eigentlich war's ja kein Spiel, sondern Folter) überstanden und größtenteils verschlafen haben – chrrr-chrrr-chrrr-chrrrrrrrrr-hrrrrrrrrrrmpf – kann es jetzt nur noch aufwärts gehen.

Merke: Das Beste kommt zum Schluss!

Gegen Argentinien kann man gewinnen. Da haben wir – um es in der Fußballsprache zu sagen – vom Feeling her ein gutes Gefühl.

Die Taktik ist klar: Müller und Klose bleiben vorne und sorgen für vier Tore in drei Minuten. Die restlichen acht Mann bilden einen undurchdringlichen Kreis um Messi. Mit den anderen Argentiniern wird Manuel Fußballgott Neuer ganz alleine fertig.

Bis Sonntag ist auch das Wetter wieder besser. Beim Siebenzueins gegen Brasilien hat's ja leider geregnet. Was aber nicht wirklich etwas machte, weil an besonderen Siebenzueins-Tagen sogar der Regen wie Applaus klingt.

Wir sind bereit. Auf zu Titel Nummer vier. Lasst uns das argentinische Steak verspeisen. Es kann nichts mehr schief gehen – jetzt, da auch Glücksbringer Angela ihr Kommen angekündigt hat. Wir sind einfach wieder dran. Oder, um es noch ein letztes Mal mit unserer wilden 13, dem Freizeit-Philosophen Thomas Müller, zu sagen: „Wir sind eine Mannschaft mit einem geilen Team!“

So sieht's aus. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht dieses: Weltmeister-Schlaaaaaaaaaaaaaand!

Wir werden Weltmeister! erscheint während der Fußball-WM in loser Folge.