Sommerliche Randnotizen (Teil 5): Wie klingt eigentlich der Sommer 2015? Wie hört sich der perfekte Sonnenschein an? Was hört man im Urlaub am Strand? Am Baggersee um die Ecke? Beim Einschalten des Autoradios?

Wo ist sie, die diesjährige Gute-Laune-hier-geht's-mal-so-richtig-ab-Sommer-Sonne-kann-ich-mich-gar-nicht-satthören-Partysong-Bombe?

Freunde des gepflegten Sommers, ihr müsst jetzt stark sein: Es sieht schlecht aus an der Sommerhit-Musikfront. Der eine oder andere DJ-Newcomer – das war's. Ansonsten: mau. Liedtechnisch sieht es nach einem Recycle-Sommer aus.

Da ist beispielsweise eine gewisse Anna Naklab mit „Supergirl“ am Start. Wem das bekannt vorkommt: Ein alter Schinken. Das Original verhalf vor 15 Jahren Reamonn zum Durchbruch.

Das zeigt wieder einmal: Die alten Sachen sind die Besten. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn man gerade in diesem Hitze-Rekord-Sommer hin und wieder auf Altbewährtes zurückgreift. Auf etwas, das schon beim Hören für Abkühlung sorgt – kalter Luftzug inklusive.

Wir hätten da zehn Vorschläge für die kleine Eiseskälte zwischendurch: Zehn: Melissa Etheridge mit „Bring Me Some Water“. Neun: Bill Withers mit „Ain't No Sunshine“. Acht: Tom Waits mit „Ice Cream Man“. Sieben: Immortal mit „At the Heart of Winter“. Sechs: Vanilla Ice mit „Ice, Ice Baby“. Fünf: Bürger Lars Dietrich mit „Sexy Eis“. Vier: Foreigner mit „Cold As Ice“. Drei: David Bowie mit „Real Cool World“. Zwei: Ideal mit „Eiszeit“. Eins: Kool & The Gang mit „Too Hot“.

Achtung, hier noch ein dringender Warnhinweis: Um einem Hitz-schlag vorzubeugen, sollten Sie im Moment auf gar keinen Fall Kiss mit „Hotter Than Hell“ sowie 2Raumwohnung mit „36 Grad“ anhören. (Fortsetzung folgt)