Sommerliche Randnotizen (Teil 2): Im Sommer ist alles anders. Freiluftsaison – das einzige Dach ist der Himmel. Das Leben läuft nach nur einem Motto: Lieber einmal mehr etwas machen als mehrmals weniger.

In den Himmelsdach-Monaten kann viel passieren. Beispielsweise teilt sich Ex-Bundespräsident Christian Wulff mit seiner Bettina tatsächlich wieder einen Strandkorb.

In der Zeitung tauchen die unvermeidlichen Sommerloch-Tiere auf. Es finden sich mit jedem heißen Tag mehr befremdliche Überschriften wie „Arzt schwängert Nashorn“. Wobei in dem entsprechenden Bericht leider unklar bleibt, ob eine spätere Heirat nicht ausgeschlossen ist.

Wie gesagt: Alles kann passieren. Ein gewisser Herr Putin schlägt einen gewissen Herrn Blatter für den Nobelpreis vor. Was erst der Anfang ist: Es wird stündlich damit gerechnet, dass sich Putin den Friedensnobelpreis für seine Ukraine-Politik selbst verleiht.

Großes Kino. Wer es im Sommer nicht ins Open-Air-Kino schafft, hat vielleicht das Glück, an seinem Urlaubsort ein 5 D-Kino zu finden. Ein echtes Erlebnis. 2 D ist klar – normales Kino, normale Leinwand. Bei 3 D kommt die Brille ins Spiel.

Aber 4- und 5 D? Ziemlich abgefahrene Geschichte: Bei 4 D bläst einem hin und wieder Wind ins Gesicht, etwa wenn bei „Jurassic Park“ ein Hubschrauber abhebt. Und wenn im Film Wasser spritzt, nieselt es von der Kinodecke herunter.

Fehlt noch die fünfte Dimension: Der Boden bebt, Seegang im Kinosessel.

Hat was. Schon schön. 5 D fühlt sich gut an. Fast so, als würde Christian Wulff einfach durchbrennen und seine Bettina wegen eines schwangeren Nashorns im Strandkorb sitzen lassen.

(Fortsetzung folgt)