Können Sie an den Händen Ihres Chefs auch ablesen, welche Stimmung er hat?

Doch, das geht. Hält er zum Beispiel einen gefährlichen Gegenstand oder gar eine Waffe in der Hand, ist er vermutlich sehr, sehr wütend . . .

Diesen Witz können wir heute an dieser Stelle erzählen, weil so gar kein Chef in der Nähe ist. Auch sonst kaum einer. Alle weg.

Das eröffnet den Zurückgelassenen neue Perspektiven. Mittagspause ausdehnen, um die Füße im Brunnen baumeln zu las-sen – naja, wenn es denn in Kitzingen einen geeigneten Brunnen gäbe.

Aber ein ausgedehntes Büro-Mittagsschläfchen ist drin. Um danach die Sommersprossen der letzten verbliebenen Kollegin zu zählen, mit der sich herrlich über Abkühl-Tipps fabulieren lässt: Eiswürfel im Milchkaffee. Rhabarbersaft mit alkoholfreiem Sekt. Geeiste Melone essen. Bettlaken vor dem Schlafengehen in den Kühlschrank legen.

So ein Sommer in der Redaktion hat was: So lange „Puh, ist das heiß!“ stöhnen, bis man sich selber auf die Nerven geht. Dazwischen Luftballons mit Wasser füllen. Wer die Schlacht verliert, muss zwei Tage lang Polizeimeldungen redigieren.

Natürlich sollte man das alles seinen Lesern besser nicht erzählen. Sonst geht die Seriosität verloren. Außerdem geht es doch nun wirklich keinen etwas an, dass dieser hitzige Beitrag splitternackt vor geöffneter Kühlschranktür entstanden ist.

Neues aus der Redaktion gewährt Einblicke in den Alltag der Kitzinger Redaktion und erscheint in loser Folge.