Vertrocknete Beeren, faulende Salatköpfe, Mehltau an Rosen und Trauben. Dazu Mäuse- und Schneckenplagen, die sich gewaschen hatten. Das abgelaufene Gartenjahr als Horrorfilm – so sieht es zumindest die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim.

Wie es in einer entsprechenden Pressemeldung heißt, fing das seltsame Jahr bereits mit einem seltsamen Winter an: Zu warm, zu trocken. Mit einer Durchschnittstemperatur von zwei Grad lag er auf dem dritten Platz der wärmsten Wintermonate seit 1881.

Der Frost konnte kaum in den Boden dringen, exotische Gewächse überstanden den Winter ebenso unbeschadet wie Schädlinge. Der Frostspanner hüpfte vor Freude im Dreieck, Ziersträucher und Obstbäume wurden von den Raupen kahl gefressen, so die Experten.

Der März war sonnig wie seit über 60 Jahren nicht mehr. Mit dem Erfolg, dass die Blattläuse das schöne Frühlingswetter als Wellnessklima zur explosionsartigen Vermehrung nutzten.

Der Landkreis Kitzingen wird zur Toskana – das spricht sich herum. Deshalb wandern Schädlinge wie die Kirschessigfliege ein. Diese beißt im Gegensatz zu den heimischen Essigfliegen die Beerenhaut auf – was ganze Ernten vernichtet.

Soweit die Einschätzung der Landesanstalt. Hört sich nach groß angelegten Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmaßnahmen in den nächsten Jahren an.

Leider können immer mehr Menschen nicht sicher zwischen Unkraut und wertvollen Gewächsen unterscheiden. Dabei ist die Sache recht simpel: Einfach alle Pflanzen ausreißen!

Was wiederkommt, ist Unkraut.