Da hat sich der Landkreis was vorgenommen. Die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land ist eine echte Aufgabe. Das zeigt der Blick auf die zeitliche Dimension. Vier Jahre Vorplanung und zehn Jahre Bauzeit – das heißt, 2025 (!) ist das neue Krankenhaus fertig. Dauert also noch ein bisschen.

Und kostet auch was. Jetzt ist der Landkreis nach dem Neubau der Richard-Rother-Realschule und den beiden Generalsanierungen der Gymnasien in Kitzingen und Marktbreit seit Jahren gewohnt, mit höheren Millionenbeträgen umzugehen. Allerdings lagen die bisher zwischen zehn bis 15 Millionen Euro. Die 90 Millionen Euro für die Klinik Kitzinger Land sind eine andere Nummer.

Es ist sogar eine Investitionssumme, die selbst Kitzingens Landrätin Tamara Bischof „zumindest einen gewissen Respekt abfordert“. So hat sie es beim Spatenstich vor ein paar Tagen gesagt. Und sie hat klar gemacht, wohin die Reise gehen soll.

Bei den letzten Großprojekten hat es der Landkreis – im Gegensatz zu vielen anderen öffentlichen Bauherren – immer geschafft, die Kosten einzuhalten und/oder zu unterschreiten. Dass das die klare Vorgabe für das 90-Millionen-Projekt ist, machte Bischof schnell klar.

Die Landrätin hatte zwar den Namen des Bauleiters der Großbaustelle nicht parat, aber einen eindeutig zweideutigen Hinweis. Spätestens, wenn sich andeuten sollte, dass die vorgesehenen Baukosten überschritten werden könnten, „werden wir uns kennenlernen“, kündigte sie an. Darauf wird der eigentlich ziemlich nett wirkende Riad Dargazanli vermutlich eher verzichten können. Jedenfalls weiß er jetzt, wie der Hase läuft – und das kurz vor Ostern.

Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone. Zu lesen – selbstredend – immer dienstags in dieser Zeitung.