Donnerstag, 1. Juni, 6.24 Uhr: meteorologischer Sommeranfang! Es muss ein blödes Gefühl für den Sommer gewesen sein, als er zur frühen Stunde zur Tür hereingestolpert kam, laut „Hier bin ich!“ rief und feststellen musste, dass er schon längst da war.

Vor lauter Hochsommer-Hitze ging dabei völlig unter, dass Kitzingen vergangenen Sonntag mal wieder der heißeste Ort in Bayern gewesen ist. Die magische Marke von 30 Grad wurde erstmals in diesem Jahr geknackt: Spitzenreiter Kitzingen brachte es am Nachmittag auf 31,4 Grad, gefolgt von Kahl am Main mit 31,1 Grad, Nürnberg mit knapp 31 Grad und Würzburg mit 29,6 Grad.

Wenn es so hitzig zugeht, können die Dinge schon mal durcheinander geraten. Man spricht dann in Insider-Kreisen von der berühmten „Matschbirne“. Womit wir bei einem Busfahrer aus Hessen wären, der diese Woche Schlagzeilen machte. Der Mann bekam nicht geregelt, dass es Norddeich gleich mehrfach gibt. Das hatte zur Folge, dass eine Klassenfahrt zunächst mächtig in die Hose ging. Die Schüler verfehlten ihr Ziel um Hunderte Kilometer, weil der Fahrer Norddeich in Niedersachsen mit Norddeich in Schleswig-Holstein verwechselt hatte.

Das mit den gleichen Namen kann tatsächlich ein Problem sein. Ein schönes Beispiel liegt direkt vor der Haustür und heißt Innopark: Den Gewerbepark gibt es sowohl in Kitzingen als auch in Geiselwind. Wobei in diesem Fall alles halb so wild ist, weil Klassenfahrten ja dann doch eher selten in ein Industriegebiet führen.

Aber jetzt stehen ja sowieso erst einmal Ferien an. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die letzte Schulwoche angebrochen ist, sind Schulklassen, die ins Kitzinger Amtsgericht pilgern, um mal zu gucken, wie denn so eine Gerichtsverhandlung abläuft. Dabei gibt es tatsächlich immer etwas zu lernen. Am Donnerstag zum Beispiel prägte ein Zeuge den Begriff „verbal geschubst“, was eine durchaus schöne Vorstellung ist.

Zum Start in die Ferien noch kurz der Hinweis: Kinder, geht raus! Muss ja nicht gleich Norddeich sein. Aber an der hochsommerlichen Luft zu sein ist allemal schöner, als doch wieder nur daheim auf dem Smartphone herumzutippen. Das führt zu Hyperaktivität, Aggressivität und Probleme mit der Sprachentwicklung. Wie das enden kann, sieht man mittlerweile an vielen Beispielen – besonders schlimm aber bei Donald Trump.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.