In den Reigen der unvermeidlichen Jahresrückblicke reihte sich diese Woche auch Facebook ein und veröffentlichte seine Top-Themen für das zu Ende gehende Jahr.

Ergebnis: Ganz vorne liegt Fußball, gefolgt von Helene Fischer. Interessante Mischung. Wenn Helene Fischer jetzt auch noch anfängt, Fußball zu spielen, wird Facebook wahrscheinlich explodieren und Millionen von Likes bekommen.

Unser „Like“ der Woche steht ebenfalls fest: Es geht an die Inhaber der Kitzinger Postfiale an der Ecke B8/Stadtgraben. Als am Dienstagabend ein maskierter Räuber nach Geld verlangte, schlugen die Besitzer den Gauner im Wortsinn in die Flucht. Großes Kino.

Jedenfalls gab es nicht nur im Internet großen Beifall für das mutige Verhalten. Wobei ein kritischer Geist in diesem Zusammenhang anmerkte, dass „viel zu wenig Polizisten zu Fuß in der Innenstadt in Kitzingen unterwegs“ seien.

Das ist insofern nicht ganz richtig, als wir schon seit Jahren keine Polizisten mehr zu Fuß gesehen haben. Streife laufen – das scheint aus der Mode. Und kommen Sie uns jetzt nicht damit, dass es dafür die Sicherheitswacht gibt.

Vielleicht würde mehr Streifenpolizisten ja auch gegen ein Phänomen helfen, das im Moment ähnlich wie die Weihnachtshektik um sich greift: In den Kirchen werden inzwischen sogar Teelichter geklaut. Zuletzt kamen etwa 80 Lichter in der katholischen Kirche in der Oberen Kirchgasse in Kitzingen abhanden. Mitgenommen wurde zudem ein größerer Pack an Kirchenbroschüren.

So ist das heutzutage: Was nicht mehrfach gesichert und festgenagelt ist, kommt abhanden. Besonders gut lässt sich das auch an Boxen mit Plastiktütchen für die Hinterlassenschaften der Hunde beobachten: Viele nehmen sich nicht etwa ein oder zwei Tütchen heraus, sondern gleich einen ganzen Schwung. Gerne auch alle. Was nicht nur dreist, sondern unfassbar rücksichtslos ist.

Man kann gar nicht so viele Teelichter in der Kirche aufstellen, wie überall Mist gebaut wird.

Schnell noch zum Glückspilz der Woche: Ein Handwerker aus dem Rhein-Main-Gebiet hat 60 Millionen Euro beim Euro-Jackpot gewonnen. Im Internet wurde daraufhin diskutiert, was man sich für das Geld kaufen könnte. Neben Porsche und Haus auf Sardinien wurde sympathischerweise auch „Elefanten“ genannt. Es dürfte die einzige Liste in diesem Jahr gewesen sein, auf der Helene Fischer fehlte.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.