Kein Sterbenswörtchen verlieren wir darüber, dass an diesem Wochenende in den Hochlagen der erste Schnee des Jahres erwartet wird. Aber so ist das: Der August, bekanntlich der Sonntag des Sommers, steht auch schon wieder in den Geschichtsbüchern.

War nicht gestern erst der Hitzerekord in Kitzingen? Am Montag schaffen es die 40,3 Grad sogar ins „Streiflicht“ auf Seite eins der Süddeutschen Zeitung. Dafür hat sich das Schwitzen dann doch gelohnt. Kitzingen machte diesen Sommer jedenfalls einen mächtigen Berühmtheits-Schub, selbst die Bild-Zeitung fand die Stadt heiß.

Inzwischen sind wir aber weit weg von den Ü-30-Grad-Tagen (siehe auch nebenstehenden Bericht). Immer mehr kommen aus dem Urlaub zurück – und haben eine Gemeinsamkeit: Für sie ist „Morgen“ der wichtigste Tag. Was sich dann meist so anhört: „Du glaubst gar nicht, wie ich im Urlaub zugenommen habe – ab morgen wird gefastet!“

Ganz andere Probleme haben dagegen die Nicht-Urlaubmacher und Im-Büro-die-Stellung-Halter. Auf die Frage, wie es denn so an der Heimatfront im August war, kam oft die Antwort: „Ojeh, ich pfeife aus dem letzten Loch!“

Das wiederum führt dann gerne zu der Frage, was denn eigentlich dieses letzte Loch ist.

Vielleicht ja das Sommerloch? Das schwarze Loch? Loch Ness? Tatsächlich – so ergaben die umgehenden Recherchen der gut erholten Kollegen – geht es um die Löcher eines Blasinstruments. Wenn man auf dem letzten Loch bläst, erklingt der höchste Ton, den das Instrument spielen kann, danach sind die Möglichkeiten erschöpft.

Erschöpfend war ja zuletzt auch das Hin und Her beim Fußball samt der Frage, warum Fußballer so unfassbar teuer geworden sind und ob das überhaupt noch Sport ist.

Seit Anfang dieser Woche ist das Transfer-Fenster nun zum Glück zu. Der Wettbieten-Wahnsinn hat ein Ende – und bei geschlossenem Fenster zieht es auch nicht mehr so arg.

Noch einmal zu den Urlaubsrückkehrern. Die wollten natürlich wissen, was daheim so los war. Um ehrlich zu sein: nicht viel. Kein neuer Hitzerekord. Ein gewisser Markus Söder war zu Besuch. Und in Münsterschwarzach trieben Verkehrsschilder-Schänder ihr Unwesen. So musste Volkach wochenlang ohne „h“ auskommen und fristete als „Volkac“ ein eher trauriges Dasein.

Hoffen wir mal, dass sich der H-Klau inzwischen erledigt hat. Sonst wird Kitzingen demnächst noch zur Itzestadt. Und wenn es ganz dumm läuft, pfeifen wir dann womöglich bald alle aus aus dem letzten Loc.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.