Rauch, der sich über die Lüftungsanlage verbreitet hatte, hat am Samstagnachmittag laut Polizeimeldung zur Evakuierung eines Einkaufsmarktes geführt. Vier Personen erlitten den Polzeiangaben zufolge leichte Rauchgasvergiftungen. Sie wurden vom Rettungsdienst vor Ort betreut. Eine 39-Jährige wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Rauch war offensichtlich in einer Schublade entstanden, in der alte Batterien aufbewahrt werden.

Mehrmals Knall gegeben


Der Vorfall ereignete sich im E-Center in der Marktbreiter Straße. Dort hatte es gegen 16:35 Uhr im Bereich eines bereits geschlossenen Schlüsseldienstes mehrmals einen Knall gegeben. In der Folge war dort eine starke Rauchentwicklung festzustellen. Daraufhin wurden Polizei und Feuerwehr verständigt.
Die Feuerwehren aus Kitzingen, Hoheim und Hofenfeld, die mit insgesamt knapp 40 Mann angerückt waren, konnten den Bereich des Schlüsseldienstes nur mit schwerem Atemschutz betreten.

150 Kunden evakuiert

Da sich der Rauch inzwischen über die Lüftungsanlage des Einkaufscenters ausbreitete, wurde der Einkaufsmarkt geräumt, in dem sich zu diesem Zeitpunkt etwa 150 Personen befanden. Diese Räumung verlief ohne Vorfälle.

Vom Rettungsdienst, der mit einem Notarzt, sowie den Besatzungen von drei Rettungswagen im Einsatz war, wurden insgesamt zwölf Personen überprüft. Vier Frauen im Alter von 19 - 50 Jahren hatten offensichtlich leichte Rauchgasvergiftungen erlitten. Eine der Frauen wurde vorsorglich in eine Klinik gebracht.

Bei den Überprüfungen in den Räumen des Schlüsseldienstes stellte sich dann heraus, dass der Rauch offenbar aus einer Schublade in einem Schrank kam, in der alte Batterien bis zur Entsorgung aufbewahrt werden. Diese Schublade wurde zur weiteren Überprüfung sichergestellt. Was den Vorfall ausgelöst hat, steht bislang noch nicht fest. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf einige 100 Euro belaufen.

Nach Abschluss der Maßnahmen von Polizei und Feuerwehr konnte der Einkaufsmarkt gegen 17:30 Uhr wieder geöffnet werden. Die weiteren Ermittlungen führte jetzt die Polizeiinspektion Kitzingen.