Seit 1. September ist Eva Thelen die neue Pfarrerin der Pfarrei Marktbreit-Segnitz. Jetzt wurde sich im Pfarrgarten in Segnitz installiert.

Viele Menschen aus den Kirchengemeinden Marktbreit und Segnitz füllten den Pfarrgarten, um die Installation ihrer neuen Pfarrerin, die nach Abschluss der Renovierungsarbeiten dann zusammen mit ihrem Mann und den beiden Kindern ins Marktbreiter Pfarrhaus einziehen wird, zu erleben. Das Wort Installation, so schrieb die Stimmkreisabgeordnete und Landessynodale Barbara Becker in ihrem vom Vakanz-Vertreter Pfarrer Michael Bausenwein verlesenen Grußwort, verbänden viele eher mit einem Handwerk. So nannte Becker die neue Pfarrerin eine Handwerkerin des Glaubens und der Seelsorge. Sie werde auch Heizungen bauen, "an der wir unsere Seele wärmen können."

Die Freude sei spürbar, denn die Vakanz sei vorbei, meinte Dekanin Kerstin Baderschneider. Auch Eva Thelen freue sich auf das, was kommt. Sie habe schon Begegnungen hinter, die Mut machten. Sie habe viele Ideen, die schon in ihr reiften. Aber es gebe auch noch vieles, das erkundet werden müsse.

Erfahrungen in Leitung einer Pfarrei

Eva Thelen bringe Erfahrung mit in der Leitung einer Pfarrei mit vier Gemeinden mit. "Sie ist mit Herz und Seele Gemeindepfarrerin", stellte die Dekanin die neue Pfarrerin vor. Bei der anschließenden Einführungshandlung sprachen ihr die Dekanin sowie die Nachbarpfarrer Peter Stier (Marktsteft) und Sebastian Roth (Obernbreit) – ein Zeichen für die zukünftige Zusammenarbeit – und die beiden Vertrauensfrauen der beiden Kirchengemeinden Brigitte Lemsch (Marktbreit) und Sabine Taub (Segnitz) segensreiche Worte zu.

Eva Thelen predigte über den barmherzigen Samariter. Sie wünschte sich für alle Augen und Ohren, denn manchmal gehe man tagelang an jemandem vorbei, der unsere Hilfe benötige, dessen Hilferuf wir nicht hörten. Thelen freut sich darauf, etwas zusammen zu entwickeln. Sie bringe Ideen, Fantasien, aber auch Hoffnungen mit. So sei eine Hoffnung, dass man in der Gemeinde füreinander da sei. Bei Begegnungen sollte man im Kopf immer den Gedanken haben: "Du bist mein Nächster."

Nach dem Gottesdienst, der vom Posaunenchor Obernbreit-Marktbreit, dem Gospelchor Joyful Noise Marktbreit und der Kirchenband Segnitz musikalisch gestaltet wurde, schlossen sich viele Grußworte an. Der katholische Kollege Pfarrer Adam Possmayer freute sich auf gemeinsame Gottesdienste im Sinne der Ökumene. Wegen seines Vornamens "Adam" sei er immer gefragt worden, wo denn seine Eva sei. "Jetzt habe ich sie gefunden."

Näher zusammenrücken

Auch wenn nun die beiden Kirchengemeinden eine Pfarrei bildeten, eine Zusammenlegung der beiden politischen Gemeinden sei noch nicht geplant, versicherte Marktbreits Bürgermeister Harald Kopp. Doch sei dies vielleicht ein Vorbild für die beiden Gemeinden, näher zusammenzurücken. Sein Segnitzer Kollege, Zweiter Bürgermeister Christian Lauck, sieht zwischen kirchlicher und politischer Gemeinde Möglichkeiten für viele gemeinsame Projekte.

Willkommen sagten auch die stellvertretende Landrätin Susanne Knof, Grundschulrektorin Brigitte Ertl, ihr Kollege von der Mittelschule Benedict Vogl, Pfarrer Peter Stier für das Pfarrkapitel, Dieter Brückner für den Dekanatsausschuss sowie die Vertrauensfrauen Brigitte Lemsch und Sabine Taub. Auch das Kindergottesdienstteam und die Kindergartenkinder aus Marktbreit und Segnitz begrüßten die neue Pfarrerin.