Die Idee wurde nach der Kleinen Gartenschau 2011 geboren. Am Sonntag wird das Gärtnerfest ab 11 Uhr an der Salatblume auf dem Gartenschaugelände zum dritten Mal gefeiert. Fragen an Gärtnerobermeister Heinrich Lang aus Etwashausen.

Frage: Die Salatblume steht im Mittelpunkt des Gärtnerfestes.

Heinrich Lang: Zurecht, das dürfte das größte Beet dieser Art in Europa sein, ganz sicher in Deutschland.

Und was steckt dahinter?

Lang: Der „Architekt“ ist Hans Hummel. Der lässt sich jedes Jahr eine neue Gestaltung einfallen. Für die Umsetzung sorgen die Mitglieder des Gartenbauvereins Etwashausen.

Ein paar Daten zur Salatblume.

Lang: 2000 Quadratmeter groß, 12 000 Pflanzen. Zwölf Sorten Salat, dazu einiges an Gemüse.

Und alles wird am Sonntag verkauft?

Lang: Hoffentlich, wir wollen schon rund 1000 Tüten verkaufen, für drei Euro das Stück.

Was ist da drin?

Lang: Fünf verschiedene Salate, dazu Gurken, Tomaten und Kohlrabi.

Und was ist das Besondere?

Lang: Wir verkaufen und ernten gleichzeitig. Frischer geht's nicht.

Und was nicht verkauft wird . . .

Lang: . . . geht an die Kitzinger Tafel.

Was passiert mit dem Erlös?

Lang: Damit finanziert der gut 50 Mitglieder starke Verein eine Exkursion in Gartenbaubetriebe, immer in einem anderen Bundesland.

Woher kommt die Idee?

Lang: Mit der Gartenschau 2011 hat alles angefangen. Der Gartenbauverein wollte schon in den 90er Jahren eine solche Ausstellung nach Kitzingen holen. Als sie kam, war der Verein stark engagiert. Wichtig für uns: Wir wollten den Verein und seine Mitglieder auf einer eigenen Fläche vorstellen.

Und was haben sie geboten?

Lang: Wir haben auf 2000 Quadratmetern einen Demonstrationsanbau mit Gemüse und Salat gemacht. Das war die Geburtsstunde der Salatblume, damals auf rund 300 Quadratmetern.

Wie ist das Angebot angekommen?

Lang: Es war faszinierend, wie die Besucher alles aufgenommen haben. Das Interesse war unheimlich groß. Das war eine ganz starke Sache.

Und danach?

Lang: Da war der Verein mit dabei, als es darum ging, die Ideen der Gartenschau weiter zu tragen. Ein Ergebnis war unter andrem der Förderverein für das Gartenschaugelände.

Und der Gartenbauverein?

Lang: Der hat für sich beschlossen, weiter auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern die Salatblume zu verwirklichen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich freue mich sehr auf viele Besucher und Gespräche und auf die Frage: Wie habt ihr denn das wieder gemacht?