Mit der Vorberatung der Investitionsplanung für das kommende Jahr beschäftigte sich der Stadtrat Mainbernheim in seiner jüngsten Sitzung. Rund 4,5 Millionen Euro sind vorgesehen. Geld ist für die Bauleitplanung des Baugebiets Neue Bergstraße eingestellt. "Wir müssen aber erst einmal Eidechsen zählen", informierte Bürgermeister Peter Kraus, erst dann könne begonnen werden.

Stadtrat Eugen Reifenscheid bat, den Eingangsbereich an der Kitzinger Straße nicht zu vergessen. Laut Bürgermeister Kraus ist es möglich, hier schon einmal die Planung vorzuziehen. Deutlich gemacht wurde aber auch im Rat, dass die Arbeiten beim Ortseingang mit denen in der Mitte der Stadt abgestimmt sein müssten. "Wir müssen in die Stadt kommen", hieß es.

150 000 Euro für die Sanierung des Friedhofes

Die Kanzel im Friedhof ist Stadtrat Herbert Friederich ein großes Anliegen. Viele Grabsteine hätten über den Förderverein bereits saniert werden können, jetzt müsse die Kanzel saniert werden. Der Sandstein weise starke Schäden auf. Die Kosten für die Steinsanierung bezifferte Friederich auf etwa 14 000 Euro. Beim Schieferdache seien Holz und Nägel wohl nicht mehr so in Schuss. Kosten: 12 000 Euro. Zusätzlich müssten wohl noch Arbeiten am Fundament gemacht werden, eventuell sei eine Drainage notwendig.

Für den Friedhof seien aktuell 150 000 Euro vorgesehen. Da man für die notwendige Sanierung der Friedhofsmauer mit etwa 104 300 Euro, so lautete das wirtschaftlichste Angebot, das die Firma Schardt (Kitzingen) abgegeben hatte, rechnen könne, sei Geld für die Kanzel da, meinte Bürgermeister Peter Kraus.

Abwasser: Großviehpauschale begrenzt

Bei der Berechnung der Abwassergebühren für den Zeitraum Oktober 2020 bis September 2021 ist der Stadt Mainbernheim aufgefallen, dass bei einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben keine oder nur sehr geringe Gebühren anfallen. Auf Grund der bisherigen Regelung waren die Abzugsmengen für die Tierhaltung so hoch, dass für den Haushalt praktisch nur eine kleine Restmenge übrigblieb. Das hat der Stadtrat nun geändert. Laut Statistik produziert jedoch eine Person im ländlichen Raum pro Jahr 25 Kubikmeter Abwasser. Im bundesweiten Durschnitt seien es, wie es in der Stadtratssitzung verlautete, gar rund 45 Kubikmeter.

Ab Januar 2022 ist nun der Abzug bei der Großviehpauschale insoweit begrenzt, als der Wasserverbrauch die Menge von 25 Kubikmeter pro auf dem Grundstück gemeldeten Person unterschreiten würde. In begründeten Einzelfällen sind höhere betriebsbezogene Schätzungen möglich. In Mainbernheim hatte der Stadtrat 2009 beschlossen, abweichend vom gültigen Satzungsrecht nicht zwölf Kubikmeter pro Großvieheinheit, sondern 20 Kubikmeter von der Abwassergebühr zu befreien. Jetzt wurde vorgeschlagen, die in der Satzung festgelegten zwölf Kubikmeter anzuwenden.