Kitzingen

Ernst Plannaschs automobiler Traum in Rot

Der Dettelbacher Ernst Plannasch ist ein glühender Fan von Automobilen überhaupt und Oldtimern im Speziellen. Mit seinem Ferrari Testarossa war er einer der Stars beim Oldtimertreffen des Automobilclubs (AMC) Kitzingen in der Eherieder Mühle bei der Winzerfamilie Hassold. "Das Auto gehört meiner Frau", wollte sich der ehemalige Rennleiter des Schwanbergrennens aus der Affäre ziehen, doch er rückte permanent in den Blickpunkt der rund 600 Besucher.
Einen automobilen Traum in Rot bildet der Ferrari Testarossa des Dettelbachers Ernst Plannasch. Foto: Hartmut Hess
+3 Bilder
} } }

Der Dettelbacher Ernst Plannasch ist ein glühender Fan von Automobilen überhaupt und Oldtimern im Speziellen. Mit seinem Ferrari Testarossa war er einer der Stars beim Oldtimertreffen des Automobilclubs (AMC) Kitzingen in der Eherieder Mühle bei der Winzerfamilie Hassold. "Das Auto gehört meiner Frau", wollte sich der ehemalige Rennleiter des Schwanbergrennens aus der Affäre ziehen, doch er rückte permanent in den Blickpunkt der rund 600 Besucher.

Der feuerrote Ferrari liegt flach wie ein Brett auf der Straße, stammt aus dem Baujahr 1989 und steht da wie neu. Entsprechend schätzen Experten den Wert dieses Traums in Rot auf 200.000 Euro. Aus einem Zwölfzylinder-Motor mit fünf Litern Hubraum schöpft die Edelkarosse aus dem Land der Tifosi seine Power von 390 PS. Solch ein für die Straße gebauter Rennwagen lässt viele Männerherzen höher schlagen.

Gangster-Citroen

Weniger spektakulär, aber Insidern doch recht bekannt ist der Oldtimer des Euerfelders Michael Renner, der einen Citroen 11 CV besitzt. "Das ist ein Gangsterauto", verriet Renner dem verdutzten Reporter, den er alsbald aufklärte. Denn der 11 CV, der optisch in die Al Capone-Szenerie gepasst hätte, wurde in Frankreich gerne in Kriminalfilmen eingesetzt.

Auf der Wiese oberhalb der Eherieder Mühle reihten sich im Laufe des Abends 350 Fahrzeuge mit ihren Liebhabern. "Wir hätten fast nicht alle untergebracht", resümierte AMC-Organisator Hans-Rainer Kienberger, der in der Region als Oldtimer-Papst gilt. Es waren alte Bulldogs ebenso zu erspähen wie betagte Motorräder und auch US-amerikanische Straßenkreuzer wie Pontiac und Chevrolet fehlten nicht. Ein paar Meter weiter fachsimpelten einige Männer vor dem automobilen Kontrast des Pontiacs, einem VW Käfer aus den 1960er-Jahren. Da wurden einige Erinnerungen aus Jugendzeiten wach und auch jüngere Eigentümer nicht mehr gebauter Fahrzeuge säumten in großer Anzahl das Gelände mit Auto wie dem Opel Manta, BMWs der 02er-Baureihe oder reihenweise Mercedes der 123er-Baureihe.

Ältestes Vehikel: ein Ford von 1930

"Die Oldtimer-Szene hat stark zugenommen", findet Hans-Rainer Kienberger. Er hatte das Oldtimertreffen des AMC einst ins Leben gerufen und war überwältigt von der Masse an Fahrzeugen bei der 15. Auflage. Als ältestes Vehikel des Tages entpuppte sich ein Ford A aus dem Baujahr 1930.

Die Besucher genossen den schönen Sommerabend mit Speisen und Getränken im Grünen und die Band "Top Oldies" sorgte zudem für beste Unterhaltung. Nur einer fehlte: Erstmals musste diese Veranstaltung ohne den langjährigen AMC-Vorsitzenden Walter Loschky über die Bühne gehen, der Anfang Mai gestorben war.