Die für die nächste Zeit anberaumten Erneuerungen von Staats- und Kreisstraßen wurden im Geiselwinder Gemeinderat kritisiert. Grund ist vor allem der Zeitpunkt und die schlechte Information im Vorfeld seitens des Staatlichen Straßenbauamtes.

So hat Bürgermeister Ernst Nickel wenig Verständnis dafür, dass ab 19. Oktober die Strecke von Geiselwind aus bis zur Einfahrt nach Füttersee und in den Inno-Park erneuert und deswegen gesperrt werden muss. Zusätzlich werde auch der Kreuzungsbereich der Staatsstraße Richtung Autobahn saniert, teilten die Behörden mit.

Es werde nicht der seit Jahren schlechte Zustand der Ortsdurchfahrt Geiselwinds repariert, so Nickel. Stattdessen saniere man eine Strecke, die aus seiner Sicht noch in gutem Zustand sei. Außerdem gab er zu bedenken, dass bei einer Sperrung der Autobahn der Verkehr über Füttersee, Kleinbirkach, Ebersbrunn und Gräfeneuses laufen müsse. Das seien recht schmale und kurvenreiche Strecken. In der anderen Richtung, über Haag und Burghaslach nach Schlüsselfeld, sei die Situation nicht viel besser.

Wohncontainer bei Strohhofer

Gemeinderat Simon Seitz verstand nicht, warum der Landkreis im kommenden Frühjahr die Steigung am Friedrichsberg ausbessere, was eine Sperrung der Straße nach Rehweiler zur Folge hat. Das hätte man schon längst erledigen können, und nicht erst jetzt, da der Ausbau der Autobahn in dem Bereich begonnen habe.

Genehmigt wurde in der Ratssitzung der Neubau von temporären Wonunterkünften auf dem Gelände der Familie Strohofer. Dort entstehen Container-Wohneinheiten für die am Autobahnausbau beteiligten Firmen. Bis zu 160 Personen sollen dort befristet bis 2026 wohnen, hieß es.