Das Kitzinger "Kaufland" wird in diesem Jahr zum Hotspot für die örtliche Feuerwehr. Zweimal binnen drei Tagen mussten die Einsatzkräfte im Juni zu dem Einkaufszentrum am nördlichen Stadtrand ausrücken. Am frühen Donnerstagmorgen hat es nun erneut einen Einsatz für sie gegeben. Während das Unternehmen von einem "Fehlalarm" spricht, wird Kitzingens Stadtbrandinspektor Matthias Gernert auf Anfrage konkreter.

"Die Brandmeldeanlage des Marktes hat nicht angeschlagen. Das Personal selbst hat den örtlichen Alarm ausgelöst", erklärt Gernert. Im Kassenbereich des Gebäudes hätten Mitarbeiter gegen 7.30 Uhr  Schmorgeruch wahrgenommen. Die Feuerwehr rückte daraufhin mit vier Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften an, ließ den Markt räumen und suchte das Gebäude ab. Doch auch die Sondierung mit einer Wärmebildkamera brachte kein Ergebnis.

Der Verdacht, dass sich der Geruch durch die Lüftungsanlage ausgebreitet habe, bestätigte sich nicht. Nach einer Stunde belüftete die Feuerwehr das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter, danach rückte sie wieder ab. Die wenigen Kunden, die sich zu dieser Zeit dort aufhielten, und die Mitarbeiter des Marktes mussten während des Einsatzes auf dem Parkplatz ausharren.

Im Sommer war der Einkaufsmarkt über mehrere Monate hinweg umgebaut worden - im laufenden Betrieb. Dabei kam es offenbar zu Komplikationen. An Pfingstmontag (1. Juni) rückte die Feuerwehr zum ersten Mal aus, damals befanden sich keine Menschen in dem Markt und auf dem Gelände. Als die Brandmelder zwei Tage später gegen 18 Uhr erneut anschlugen und die Wehr mit vier Großfahrzeugen kam, wurde das Gebäude evakuiert.

In beiden Fällen, so hieß es später seitens des Unternehmens, sei aus einer undichten Kühlanlage Kohlendioxid ausgetreten. Dies habe jeweils den Alarm ausgelöst. Zu keiner Zeit habe Gefahr für Kunden oder Mitarbeiter bestanden.