Etwas verzögern wird sich der Baubeginn beim nächsten Abschnitt der Dorferneuerung Rüdenhausens. Im Gemeinderat teilte Bürgermeister Gerhard Ackermann mit, dass die Erneuerung einiger Hauptstraßen im Ortskern nun am 28. Juni starten soll. Die Baufirma habe mitgeteilt, dass sich die vorherige Baustelle verzögert habe. In Rüdenhausen wolle man als Ausgleich mehr Personal einsetzen, als zunächst vorgesehen, um den Zeitplan einzuhalten.

Als erster Bauabschnitt ist die Marktstraße von der Raiffeisenstraße bis hin zur Jahnstraße an der Reihe. Das ist die Ortsdurchfahrt, die auch am Rathaus vorbei führt. Bis Mitte August sollen dort Straßen und Gehwege erneuert sein. Der zweite Abschnitt erstreckt sich im Anschluss bis zur Schirnbachstraße, also etwa bis zum Schloss.

Bis Anfang November will die Baufirma dort fertig sein. Im Anschluss, sei dann, sofern es das Wetter zulasse, der Bereich Paul-Gerhardt-Platz und westliche Lerchenstraße an der Reihe. Bis Mitte Dezember soll das Ganze abgeschlossen sein, trug Bürgermeister Ackermann vor. Als erstes würden jeweils die Gehwege hergestellt, dann die Straßen. Wann es im kommenden Jahr dann mit der Jahnstraße weiter gehen könne, sei von der Witterung abhängig.

Beschwerde über Kita-Gebühren

Im Gemeinderat informierte Bürgermeister Ackermann, dass es dieser Tage eine Beschwerde von Elternseiten über die erhöhten Gebühren im Kindergarten gegeben habe. Das habe ihm Pfarrer Martin Fromm vom Träger, der Evangelischen Kirchengemeinde, mitgeteilt.

Die Beschwerde sei auch für ihn „nicht nachvollziehbar“, so Ackermann. Die Gebühren seien nach drei Jahren moderat angepasst worden und seien im Verhältnis zu den umliegenden Kindergärten noch günstig. Das belegte das Ortsoberhaupt anhand eines Vergleichs.

Zudem wies er darauf hin, dass in den letzten Jahren rund 780 000 Euro in die Sanierung und den Anbau des Horts investiert wurden. Davon habe die Kommune nach Abzug der Zuwendungen 297 750 Euro bezahlt, der Träger beteiligte sich mit 60 400 Euro. „Die Anpassung trage dazu bei, dass die Einrichtung kostendeckend wirtschaften könne.

Man sorge für eine qualifizierte Betreuung, der finanzielle Aufwand der Eltern sei relativ gering. Er, so Ackermann, halte die Anpassung der Kosten deswegen für „in vollem Umfang gerechtfertigt.“ Das sahen die Gemeinderäte genau so. Anstatt gleich zu kritisieren, hätte man auch auf die Verantwortlichen zugehen können, um sich das Ganze erklären zu lassen, meinte Gemeinderätin Michaela Gernert mit Blick auf die Beschwerdeführer.