Dieter Engler ist gelernter Polizeioberkommissar und leidenschaftlicher Sammler von Kartenspielen. Dass er als Polizist erfolgreich fahnden kann, hat sich jetzt gezeigt. Zu seinen bisher 6112 Schafkopfspielen mit Brauereireklamen auf der Rückseite in seiner Sammlung sind noch einige dazugekommen – von ehemaligen Brauereien aus Kitzingen.

Im Juni hat die Redaktion der Aufruf des Sammlers aus Haltern in Westfalen erreicht. Er war mit seiner Suche nach einem speziellen Kartenspiel aus Kitzingen an seine Grenzen geraten. Als „letzten Ausweg“ hatte Engler um einen Aufruf in dieser Zeitung gebeten. Gesucht hat er darin ein Kartenspiel der ehemaligen Brauerei Kleinschroth in der Mainstockheimer Straße in Kitzingen. Die war im Jahr 1807 gegründet worden, hatte eine lange und erfolgreiche Geschichte hinter sich und war Mitte der 80er Jahre dem großen Brauereisterben zum Opfer gefallen.

Was der Sammler aus einem speziellen Katalog der Internationalen Fördergemeinschaft für Brauerei-Werbemittel-Sammler wusste: Um 1970 hat die Brauerei ein Schafkopfspiel herausgegeben. Auf weißem Untergrund befindet sich beidseitig ein roter Kreis. Darin ein weißer Bierkrug mit dem Schriftzug Kleinschroth Bier.

Allzu viel Hoffnung hatte der Sammler zu Beginn allerdings nicht. Doch das änderte sich. Zunächst bekam er ein eher zerflettertes Spiel aus Kitzingen. Ende Juli kam dann aber die Erfolgsmeldung, die Engler nach eigenen Worten angeblich zu mittleren Luftsprüngen veranlasste. Die galten Gerhard Brennfleck aus Sulzfeld und Bernhard Kröniger aus Kitzingen. Sie „beglückten“ den Sammler aus dem Ruhrgebiet nicht nur mit dem gesuchten Schafkopfspiel der Brauerei Kleinschroth. Nebenbei erhielt Engler noch einige Spiele der Bürgerbräu in Kitzingen. „So wurden Sammlerträume wahr“ schreibt er in seinem „Erfolgsbericht“, der uns jetzt erreichte.