Kalte Räume, Feuchtigkeit und gar Schimmel – so lauteten die Beanstandungen, die eine Klassenelternsprecherin der ersten Klasse der Kaltensondheimer Schule Anfang des Jahres gegenüber dem Schulverband geäußert hatte. Wie Biebelrieds Bürgermeisterin Renate Zirndt in der Gemeinderatssitzung mitteilte, waren die vermeintlichen Hygienemängel allerdings im wesentlichen „viel Rauch um nichts“.

Ein Ortstermin mit dem Gesundheitsamt Kitzingen habe inzwischen ergeben, dass es – von kleinen Schönheitsreparaturen abgesehen – keinen Handlungsbedarf in dem Gebäude gebe. Lediglich ein paar alte Wasserflecken unter einem Fenster im Lehrerzimmer und eine feuchte Wand in einem Abstellraum habe die Behörde festgestellt, so Zirndt. Ansonsten gebe es im Schulhaus weder eine erhöhte Feuchtigkeit noch Schimmel.

Ferner ging es in der Sitzung um folgende Themen:

• Kritisch betrachtet der Gemeinderat die in Bezug auf künftige Windkraftnutzung vorgesehene Änderung des Regionalplans Würzburg. Auch in den Gemarkungen der Gemeinde Biebelried prallen nämlich der Ausbau der erneuerbaren Energien mit den Interessen der Flugsicherung aufeinander. „Es kann nicht sein, dass die Errichtung von Windkraftanlagen aufgrund des veralteten Standards einer Flugsicherungsanlage ausgeschlossen ist“, heißt es in der Stellungnahme der Gemeinde, die von dem Sicherheitsradius der Flugsicherung betroffen ist. Eine „pauschale Freihaltung“ des Gemeindegebietes von neuen Windkraftanlagen komme für Biebelried jedenfalls nicht in Betracht, so der Text.

• Nur unter der Voraussetzung einer Reparaturbedürftigkeit will sich die Gemeinde an den Kosten für die Tieferlegung des Grundstücksanschlusses von Gerd Kuhstrebe (Westheim) beteiligen. Kuhstrebe hatte die Tieferlegung beantragt, um seine Toiletten an den Kanal anschließen zu können, die Gemeinde solle einen Teil der Kosten zahlen. Eine Verpflichtung der Gemeinde dazu besteht laut Bürgermeisterin Zirndt nicht. Falls der Anschluss aber ohnehin saniert werden müsse, sei eine Beteiligung sinnvoll, da die Gemeinde Kosten sparen könne.

• Einem von der Telekom geplanten Abbau der Telefonsäule in Biebelried stimmte der Gemeinderat nicht zu. Ohne Einwilligung der Gemeinde darf das Unternehmen die Säule vorerst nicht abmontieren. Obwohl die Säule (Jahresumsatz 4,19 Euro) praktisch nicht genutzt wird, will man den Anschluss für Notrufe weiter vorhalten.

• Ausgeschlossen hat der Gemeinderat aus Gründen der Neutralität jegliche Wahlwerbung im Mitteilungsblatt. Ausgenommen sind Hinweise auf Wahlveranstaltungen der Parteien.

• Werben dürfen dafür Geschäftsleute auf dem neuen Kindergartenbus. Zur Verfügung stehen sechs Felder für Werbefolien. Preis pro Jahr: 240 Euro.

• 1251 Euro – einen Euro pro Einwohner – zahlt die Gemeinde als Jahreszuschuss an die Caritas-Sozialstation.

• Die nächste Brennholzversteigerung (zehn Lose) findet am Samstag, 1. Februar, statt.