In Zeiten der Corona-Pandemie hat der Seinsheimer Marktgemeinderat stets regulär getagt. Zwar nicht im Sitzungssaal, dafür aber im Saal des Pfarrheims. Trotzdem ließ Bürgermeisterin Ruth Albrecht über die Möglichkeit von Hybridsitzungen diskutieren. Eine Entscheidung fällte das Gremium aber noch nicht. Zu viele Fragen blieben für manche noch unbeantwortet.

Die Bürgermeisterin bekannte, bestimmt EDV-zugänglich zu sein. Aber: "Hybrid-Sitzungen finde ich schwierig." Vieles müsste gewährleistet sein. Das fange bei der technischen Ausstattung im Raum der Sitzung an. Dort säßen im Falle eines Falles nur sie und die Protokollantin. Die Marktgemeinderäte wären zu Hause vor dem Computer, Laptop oder Handy. Bei nichtöffentlichen Sitzungen müsste gewährleistet sein, dass auch niemand von der Familie in den Raum käme. Im "Sitzungssaal" müssten alle teilnehmenden Ratsmitglieder auf dem Bildschirm zu sehen sein, erklärte Ruth Albrecht. Abgesehen davon, dass es zum Beispiel im aktuellen Sitzungsraum, dem Jugendheim, kein Wlan gebe.

Viel zu hoher technischer Aufwand oder Vorteil?

Marktgemeinderat Stefan Düll sprach von einem viel zu hohen technischen Aufwand für die Gemeinde. Michael Walter hingegen sah einen Vorteil darin, da während der Corona-Pandemie zwei Marktgemeinderäte nicht mehr an den Präsenzsitzungen teilgenommen hätten.

Nötig wäre, falls sich das Ratsgremium für die Möglichkeit von Hybridsitzungen entscheidet, eine Änderung der Geschäftsordnung. Ob man sich denn etwas verbaue, wenn man Hybrid-Sitzungen nicht wolle, ob man diese Form der Sitzung machen müsse, wenn man diese in der Geschäftsordnung verankere, ob ein Marktgemeinderat oder eine Marktgemeinderätin dann ein Recht auf solche Sitzungen einfordern könne und etliche weitere Fragen wurden gestellt. Antworten konnten in der Sitzung keine gefunden werden, weswegen sich das Gremium auf eine Vertagung einigte.

Dringend Helfer bei der Grünpflege gesucht

Des Weiteren informierte Bürgermeisterin Ruth Albrecht darüber, dass sich die Verwirklichung des Dorfgemeinschaftshauses in Iffigheim verzögere, da jetzt ein Hochwasserkonzept notwendig sei. Auch müsse vor dem Abriss des alten, leerstehenden Gebäudes geprüft werden, ob dort Fledermäuse wohnen.

Was die Gemeinde dringend sucht, sind Helfer bei der Grünpflege. Denn aufgrund des Wetters wächst derzeit alles ziemlich kräftig. Einige Gemeinderäte hätten auch schon selbst zum Mäher gegriffen. Das sei aber noch nicht ausreichend. "Wir suchen dringend Leute", sagte Albrecht.