Nach zwei Jahren coronabedingter Pause fand wieder der traditionsreiche Schwanbergtag der Communität Casteller Ring (CCR) statt. Der Sonntag der Franken stand ganz im Zeichen von Ruhe und Begegnung, nachdem tags zuvor die 100. Geburtstagsfeier des Schlossparks nachgeholt worden war.

Viele kamen wieder auf den Berg, um endlich wieder einen Schwanbergtag zu erleben. Nicht die St. Michaelskirche und auch nicht die Treppenanlage davor waren in diesem Jahr der Platz, um Gottesdienst zu feiern. Dieser fand heuer beim Obelisken im Schlosspark statt – umgeben von mächtigen, schattenspendenden Linden. Dort erfreute man sich einer weiteren Eigenschaft des Bergs: Denn zwischen den Bäumen spendet er Abkühlung.

Gottes rettende Hand zeige sich für Christinnen und Christen in der Taufe. Dieses Motiv zog sich durch die Predigt von Regionalbischöfin Gisela Bornowski beim Gottesdienst zum Schwanbergtag. Mit Blick auf den Römerbrief erläuterte sie, dass Christinnen und Christen in der Taufe den Weg von Jesus symbolisch nachvollziehen: Beim Untertauchen im Wasser sterben sie "dem alten Leben ohne Glauben, ohne Verbindung zu Gott". Gotte rette die Menschen in der Taufe aus dem lebensvernichtenden Strudel, aus dem Untergang. Im Wasser der Taufe beginne ein neues Leben, sagte die Predigerin. Das Leben zwar noch im alten Kontext, aber unter diesem neuen Vorzeichen gelte es aus der rettenden Kraft der Taufe zu gestalten. Ziel sei es, Christus immer ähnlicher zu werden, sich – von Zwängen befreit – auszustrecken nach Neuem.

Berg wird wieder zum Ort der Begegnung

Den Gottesdienst gestalteten der Posaunenchor Fröhstockheim unter der Leitung von Matthias Lux, der Ökumenische Kirchenchor Rödelsee unter Mary Lynn Zack und Friederike Kolb am Klavier musikalisch. Ebenso war die CCR-Schola um Schwester Kathrin-Susanne Schulz dabei. Gleichzeitig hatte auch ein Kindergottesdienst mit Jugendreferentin Annegret Feldrapp von der Evangelischen Jugend Kitzingen stattgefunden.

Priorin Schwester Ursula Buske und ihre Mitschwestern freuten sich, dass der "heilige Berg", wie er in der Region genannt wird, wieder zu einem Ort der Begegnung wird. Am "Sonntag in Franken" kam es zu vielen Gesprächen mit der Regionalbischöfin oder den Schwestern der Communität. Vor Ort waren auch die Kirchenrätin Andrea Heußner, Leiterin Referat Spiritualität und Generationen, und das Landessynodalausschuss-Mitglied und Landtagsabgeordnete Barbara Becker. Essen und Trinken gab es unter den Linden bei Neptun, Hirsch und Pergola.