Der Erweiterungsbau des katholischen Kindergartens St. Burkhard in Geiselwind ist für die Aufnahme einer zweiten Kinderkrippe eine wichtige Zukunftsinvestition für die Gemeinde. Darin waren sich die Kindergartenleiterin Ruth Gründel, Pauline Felber als Kindergartenbeauftragte der Kirchenverwaltung, Bürgermeister Ernst Nickel, Pfarrer Dietmar Barnickel und Architekt Sebastian Selig bei der feierlichen Übergabe und kirchlichen Segnung des Anbaus einig.

In dem Kindergarten, der 1973 eröffnet wurde, gibt es derzeit 66 Kinder. Im Jahr 2010 wurde beschlossen, eine Krippe mit 14 Plätze anzugliedern. Da die Nachfrage groß war, beschlossen der Gemeinderat und der Kirchenvorstand im Dezember 2012 übereinstimmend, Platz für eine weitere Krippengruppe zu schaffen.

Bürgermeister Ernst Nickel stellte in seiner Rede fest, dass die Gemeinde für die Zukunft ein größeres Gewerbegebiet geschaffen und mit einem schon lange ersehnten Supermarkt die Infrastruktur verbessert habe. „Daher war und ist es auch wichtig, in unsere Kinder zu investieren.

“ Nach seinen Worten wurde mit dem Anbau im November 2013 begonnen, die Arbeiten konnten aber erst vor kurzem abgeschlossen werden. Die Gemeinde Geiselwind sei in Bayern eine der ersten Kommunen gewesen, die Fördermittel für Kinderkrippen nach dem neuen Gesetz beantragt hatte. Laut Nickel sei dies zu Beginn sehr schleppend voran gegangen. Immer wieder gab es neue bürokratische Auflagen, die den Weiterbau beeinträchtigten.

Nun verfügt der Kindergarten über 26 Krippenplätze, von denen 14 belegt sind, so dass die Gemeinde für die Zukunft gerüstet ist, erklärte der Bürgermeister, der zudem im Kirchenrat sitzt. Seitens der politischen Gemeinde überreichte er an Ruth Gründel eine Geldspende, privat überreichte er einen Apfelbaum, der im Garten des Kindergartens eingepflanzt wird.

Pauline Felber berichtete, dass die Gesamtkosten rund 540 000 Euro betragen. Die Finanzierung erfolgt über die Staatszuschüsse sowie über Fördermittel des Erzbistums Bamberg, der katholischen Kirchenstiftung Geiselwind und der Gemeinde. Architekt Sebastian Selig aus Burgebrach stellte die Bildung als wichtiges Gut unserer Gesellschaft heraus. Seinen Worten zufolge sollte diese individuell und zielgerichtet gestaltet sein, um die Anforderungen des Lebens zu meistern. Als gut bezeichnete er die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden.

Die lange nervige Bauzeit sprach Pfarrer Dietmar Barnickel an und zeigte sich erfreut, dass das Kindergartenleben jetzt wieder ohne Lärm ablaufen könne. Nach seinen Worten habe die Kirche drei Bereiche, in die sie sich einbringt: die Gestaltung der Gottesdienste, Zeugnis ablegen vom christlichen Glauben und das Engagement in soziale und caritative Einrichtungen. Für den Anbau und die Kinder spendete Dietmar Barnickel den Segen des Herrn.

Mit Tänzen und zahlreichen Liedern gestalteten die Kinder die festliche Übergabe des Anbaus. Als Höhepunkt spielten sie die biblische Szene nach, als Jesus die Kinder zu sich kommen ließ: „Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes.“ Nach dem Festakt im Kindergarten wurde im Freien das Band von den Festgästen durchschnitten. Die Kinder ließen dazu eine Vielzahl von Luftballons fliegen.