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Kitzingen

Ende des Kitzinger Stadtmuseums: Leser kritisieren Vorgehen des Stadtrats

Der Stadtrat beschloss in einer nicht-öffentlichen Sitzung das Ende des Kitzinger Stadtmuseums. Dieses Vorgehen stieß bei den Lesern im Netz auf Unverständnis.
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Der Statrat beschloss in einer nicht-öffentlichen Sitzung, dass das Kitzinger Stadtmuseum nicht wieder öffnen wird. Foto: Ralf Dieter

Lange Zeit war es eine Hängepartie. Nun beschloss der Stadtrat mit 21:9 Stimmen eindeutig, dass das Kitzinger Stadtmuseum nicht wieder öffnen wird. Genauso deutlich sind die Meinungen der Bürger zu dem Thema, wie ein Blick in die Sozialen Medien zeigt: Die Mehrheit der Nutzer hängt scheinbar an dem Museum und ist mit der Art und Weise, wie dessen Ende beschlossen wurde, unzufrieden.

Etwa kommentierte ein Leser auf Facebook: "Partizipation und Bürgernähe sieht anders aus, als ein Stadtrat der hinter geschlossenen Türen in nichtöffentlichen Sitzungen über das kulturelle Erbe der Kitzinger diskutiert." Der Nutzer kritisierte, dass "kein Bürgerforum oder -Beirat zur transparenten Begleitung ins Leben gerufen" wurde. Ebenso fehlte ihm eine Besucherstudie oder "Stellungnahme der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern oder des Deutschen Museumsbundes".

Bewusst verborgen?

Ähnliches schrieb auch eine weitere Leserin: "Scheinbar wurde das Ganze bewusst vor der Öffentlichkeit verborgen, damit ja keine Gegenmaßnahmen entstehen könnten." Manche zeigten sich auch kämpferisch: "Es mag sich anfühlen wie eine Ohrfeige, was ich bestens nachempfinden kann, dennoch gibt es genügend Bürger, die mit uns gerne auf die Barrikaden gehen möchten, weil sie sich auch in gewisser Weise 'getäuscht' fühlen."

Andere fragten sich, warum das Museum gehen muss und ein Hotel kommt. Zum Beispiel schrieb eine Leserin: "Hauptsache ein Hotel kommt da hin, was ja unbedingt nötig ist." Oder: "Die Kultur ist also nichts mehr wert, aber ein riesiges Hotel." Der Nutzer kritisierte auch, dass mit dem Jugendraum im Museum der letzte Rückzugsort für Jugendliche in Kitzingen verschwinden wird.

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