Seit 2003 war Emma Schneider in der evangelischen Kirche in Volkach praktisch "für alles" zuständig. Pfarrerin Christiane Rüpplein bezeichnete sie als "den guten Geist der Gemeinde": Raumpflegerin, Hausmeisterdienste und der Mesnerdienst – nichts war ihr zuviel, heißt es in einer Pressemitteilung der evangelischen Kirchengemeinde.

Die kleine Entlohnung auf einer Stundenbasis hatte bei weitem nicht für die geleisteten Stunden gereicht. Oftmals hatte sich ihre Arbeitszeit mehr als verdoppelt, was sie jedoch nicht zählte. Manchmal hatte sie sogar ihren Mann mit in die Kirche genommen, wenn etwas Besonderes zu richten war. Fast jeden Sonntag war sie lange vor Gottesdienstbeginn in der Kirche, richtete den Blumenschmuck und schaute auf Sauberkeit am Altar.

Freundlich und herzlich begrüßte sie persönlich jeden Gottesdienstbesucher und war anschließend für die Kollekte zuständig. "Die Zuverlässigkeit in Person" lobte vom Kirchenvorstand Doris Sauer und bedauerte, dass Emma Schneider aus gesundheitlichen Gründen nun in den Ruhestand gehen muss. Bei der Verabschiedung gab es Gutscheine und einen Bluenstrauß, aber  "für das, was sie getan hat, gibt es eigentlich nichts, was dem Wert wirklich entspricht".