Was die Vollverpflegung im Haus für Kinder in Prichsenstadt betrifft, hatte Bürgermeister René Schlehr zunächst die Eltern an einem Infoabend informiert. Jetzt wird er eine Elternbefragung starten, ob und welcher Bedarf an drei Mahlzeiten pro Tag für die Kinder notwendig ist.

Hintergrund ist eine Anfrage von Alexander Kühnl in der Ratssitzung am Donnerstagabend. Wie berichtet hat sich der Sozialausschuss in der Schule beraten lassen, wie eine Vollverpflegung aussehen würde. Ob sie tatsächlich kommt, "das hängt vom Willen der Eltern ab", so Schlehr.

Denn gegen den Willen der Eltern oder gar über ihre Köpfe hinweg "wird der Rat die Vollverpflegung nicht einführen", sagte der Bürgermeister. Wenn die Mehrheit der Eltern das nicht wolle, dann werde das auch nicht geschehen, fuhr Schlehr fort. "Wir wollen die Eltern ja nicht vergraulen", so eines seiner Argumente.

Konkrete Aussagen der Eltern sind nötig

Deshalb brauche er jetzt auch konkrete Aussagen der Eltern, ob sie drei Mahlzeiten täglich wünschen oder ob es bei der Mittagsverpflegung bleiben soll. Vereinzelte Rückmeldungen, die schon bei ihm eingetroffen sind, reichen nicht aus.

Und ob sich die Vollverpflegung in der Art, wie sie vorgestellt wurde, umsetzen lässt, erscheint Schlehr eher fraglich. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist darüber überhaupt noch nichts entschieden", verdeutlichte er seinen Räten und auch den Besuchern der Ratssitzung. Außerdem "ist das etwas, was wir machen können, aber nicht unbedingt machen müssen".