Eine Fahrt zum Reichsparteitagsgelände nach Nürnberg unternahm eine Gruppe der 11. Jahrgangsstufe des Egbert-Gymnasiums kurz vor Schuljahresende. Sie begannen ihren Rundgang beim Ehrenmal im Luitpoldhain, besuchten die Kongresshalle, gingen über die „Große Straße“ weiter zum Zeppelinfeld und bestiegen die zum Teil noch vorhandene Tribüne. So wurde den Schülern das gigantische Ausmaß des etwa elf Quadratkilometer großen Areals deutlich. Mithilfe von Massensuggestion und Führerkult verbreiteten die Nationalsozialisten bei den Reichsparteitagen zwischen 1933 und 1938 ihre Ideologie. Die Dimensionen der realisierten und noch geplanten Bauwerke stehen für den Größenwahn des nationalsozialistischen Deutschlands. Intensiv diskutierten die Schüler darüber, wie die Gedenkstätten als Lernort in der Zukunft erhalten und genutzt werden könnten.  

Von: Dr. Reinhard Klos, Oberstufenkoordinator am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach.