Seit dem 23. April ist die Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags bei der Fichte im Forstwirtschaftsjahr 2021 in Kraft, heißt es in einer Pressemitteilung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kitzingen. Bei der Baumart Fichte haben die vergangenen Trockenjahre 2018 bis 2020 zu hohen Schadholzanfällen geführt – insbesondere durch Trockenheit und Borkenkäferbefall.

Fichtenholz hat den Holzmarkt überschwemmt; das Land lag voller Holz. Dieses Überangebot an Fichtenholz störte den Markt erheblich. Es kam zu einem gravierenden Verfall des Fichtenpreises. Der Fichtenpreis gab sehr stark nach. Mittlerweile ziehen die Fichtenholzpreise wieder an.

Um zu vermeiden, dass jetzt durch ein Überangebot an Frischholz-Fichte die Preise erneut absinken, soll nun der reguläre Einschlag von Fichtenfrischholz vorübergehend begrenzt werden. Mit dem Ziel, den Holzmarkt bei der Fichte zu entlasten und die Preise zu stabilisieren.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat deswegen für das Forstwirtschaftsjahr 2021, also vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021, den regulären Einschlag bei der Baumart Fichte auf 85 Prozent des durchschnittlichen Fichten-Einschlages der Jahre 2013 bis 2017 begrenzt.

Von der Verordnung ausgenommen sind notwendige Nutzungen zur Aufarbeitung von Schadereignissen (Käferholz, Trockenschäden, Windwurf etc.) sowie Verkehrssicherungsmaßnahmen o.ä.

Das Inkrafttreten der Verordnung ermöglicht Steuererleichterungen für Waldbesitzer, soweit die Vorgaben eingehalten werden. Dadurch können die zum Teil erheblichen, schadensbedingten Vermögensverluste der letzten Jahre zumindest etwas abgemildert werden.

Für weitergehende Fragen wenden Sie sich an  das AELF oder eine Steuerberatung.