"Die Ausschreibung für die Wasserenthärtungsanlage geht noch im August raus." Gute Nachrichten für die Mainstockheimerinnen und Mainstockheimer, die Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs am Donnerstagabend während der Gemeinderatssitzung verkündete. Darauf warten die Bürger wegen des sehr harten Wassers schon länger.

Verkündet hatte Fuchs dies bei der Beratung des Haushalts für das Jahr 2021, die mit rund 45 Minuten recht kurz ausfiel. Nachdem Kämmerer Michael Schmitt ausführlich den Vorbericht zum Haushalt verlesen hatte, meldete sich Werner Zürrlein zu Wort. Da das Jahr bereits weit über die Hälfte vergangen sei und alle besprochenen Investitionen bereits in der Umsetzung sind, sei es überflüssig, den Etat Seite für Seite durchzuarbeiten. Diskussionsbedarf gebe es sicher noch beim Friedhof, das sollte aber separat besprochen werden. Die aus der drei Jahre alten Prioritätenliste noch nicht umgesetzten Projekte sollten auch für die kommenden Jahre ruhen, so Zürrlein.

Was den Widerspruch von Peter Brandner weckte, der zumindest die Sanierung des ehemaligen Gasthofs Stern in absehbarer Zeit gesehen hätte. Denn Warten koste beim Zustand des Gebäudes viel Geld. Hier könnte aber, so der Bürgermeister, ILEK helfen, denn alle Gemeinden hätten hier Handlungsbedarf gesehen. Fuchs machte auch deutlich: "Mit Darlehen kann viel gelöst werden, aber irgendwann sagt die Aufsicht Stopp." Am Ende einer kurzen Diskussionsrunde dann die einstimmige Verabschiedung des Etats.

Der hat mit rund 7,5 Millionen Euro ein um etwa drei Millionen Euro geringeres Volumen, als im Vorjahr. Grund dafür sind die um diesen Betrag niedrigeren Ansätze im Vermögenshaushalt, dessen größte Projekte der Kanal Riedbach mit 1,2 Millionen Euro, die Sanierung Schule mit 600 000 Euro und die Enthärtungsanlage mit 500 000 Euro sind. Für das kommende Jahr ist mit einer Kreditaufnahme in Höhe von 310 000 Euro zu rechnen, um die weiteren Kosten der begonnenen Investitionen zu decken.

Was die Gemeinde trifft, ist die recht hohe Gewerbesteuereinnahme aus dem Jahr 2019, die wiederum zu einer höheren Kreisumlage und niedrigeren Schlüsselzuweisungen 2021 führen. Beides lässt am Ende die freie Finanzspanne auf 54 000 Euro sinken. Positiv wiederum sah der Rat die Entwicklung der Einkommensteuerbeteiligung, die erstmals die Eine-Millionen Euro Grenze überschreitet. Ebenfalls positiv für den Kämmerer: Weder bei der Gewerbesteuer, noch bei den Einnahmen aus dem Wohnmobilstellplatz zeigen sich Einbußen durch Corona.

Knapp 30 000 Euro kostet der Glasfaseranschluss für das Rathaus in Mainstockheim, offen ist noch die Höhe der Bezuschussung, am Ende zahlt die Gemeinde aber nicht mehr als 8500 Euro.

Es wird nun doch keine Kirchweih in Mainstockheim geben. Die von der Burschenschaft geplanten zwei Tage am 4. und 5. September ohne Musik und Umzug wurden, so Fuchs, am Sitzungstag abgesagt. Vor dem 28. August werde keine Entscheidung beim Landratsamt fallen, dann wird die Zeit zu knapp.

Für alle Wähler sind für die Bundestagswahl im September Briefwahlunterlagen vorzubereiten, so eine Aufforderung an die Verwaltungsgemeinschaft. Für Fuchs ein Indiz dafür, dass die Wahl eventuell komplett zur Briefwahl wird.

Erst waren sie nicht dabei, jetzt dann doch: Die Fähren in Mainstockheim und Dettelbach sind nun doch Teil der in Fahr gegründeten IG Mainfähren, wie Fuchs berichtete. Allerdings fehlen da auch noch ähnliche Mainfähren aus dem Spessart. Hintergrund: Die Fähren sollen Weltkulturerbe werden, es könnte ein Fährmann(frau)-Pool entstehen oder gemeinsam Treibstoff gekauft werden.

Die Auftaktveranstaltung der ISEK ist am 15. September um 19 Uhr in der Sporthalle. Neben der Bürgerinformation sollen dabei auch Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Deshalb hofft Fuchs auf eine sehr hohe Bürgerbeteiligung.