Der Kirchturm in Tiefenstockheim und das Rathaustürmchen in Seinsheim haben derzeit eines gemeinsam: Sie sind eingerüstet. An beiden Orten wird nämlich kräftig saniert und renoviert.

„Mit Pfingsten wird es knapp“, meinte Bürgermeister Heinz Dorsch am Montag im Seinsheimer Gemeinderat, als er über den Abschluss der Renovierungsarbeiten am Seinsheimer Rathaus sinnierte. So könnte es sein, dass beim Empfang zur Weinfesteröffnung noch ein Gerüst steht.

Denn beim Türmchen auf dem Rathaus wird es etwas länger dauern. Manche Dinge sehe man eben erst, wenn man aufmacht, erklärte Dorsch. Die notwendigen Spengler-, Dachdecker- und Zimmererarbeiten darf der Bürgermeister dann vergeben, wenn die Angebote vorliegen. Insgesamt rechnet er mit Kosten von 30 000 Euro.

Ein Riss und ein Loch in der Glocke

Die Glocke im Rathausturm weist einen Riss und ein Loch auf. Bei dem Loch könnte es sich laut Dorsch um ein Einschussloch aus Kriegszeiten handeln. Den Riss will man versuchen zu schweißen. Eine Läutfunktion wird die Glocke aber nicht mehr bekommen.

Auch beim Kirchturm in Tiefenstockheim muss einiges ausgewechselt werden. Nachdem zwei Kubikmeter Schutt weggeräumt waren, sei einiges sichtbar geworden. Die erfreuliche Nachricht dabei: Es wird im Kostenrahmen bleiben.

Bei der nächsten Baustelle, der gemeindeeigenen Fischergade, legte sich der Gemeinderat auf schwarze Lichtleisten fest und gönnt dem Gebäude zudem eine Bodenlichtleiste.

Weitere Themen:

• Eine höhere Bezuschussung für die musikalische Ausbildung im Musikverein Willanzheim lehnte der Gemeinderat ab. Mit acht zu vier Stimmen beschloss das Gremium, weiterhin 125 statt 145 Euro zu bezahlen. Sieben Jugendliche aus der Gemeinde sind derzeit in Ausbildung.

• Eine kleine Grabplatte in Herzform im Iffigheimer Friedhof lehnte der Gemeinderat ab. 50 mal 50 Zentimeter sei die zulässige Form. Der Rat war der Meinung, dass eine Herzform auch in eine quadratische Platte eingearbeitet werden könne.

Nein zum dritten Windrad

• Weiterhin Nein sagen die Ratsmitglieder zum dritten Windrad in Herrnberchtheim. Im Zug der Vergrößerung des bisherigen Vorbehaltsgebietes, um das dritte Windrad verwirklichen zu können, hat der Regionale Planungsverband Westmittelfranken das Anhörungsverfahren eröffnet.

Nach wie vor sieht die Marktgemeinde Seinsheim das Gebiet als sensibel für den Artenschutz an. Zudem habe der Regionale Planungsverband Würzburg aufgrund der beachtlichen Zahl an bestehenden Anlagen, die Zusatzwirkung mit der Gebietsausweisung trotz der Vorprägung des Landschaftsraumes als erheblich gewertet. Des Weiteren könnte auch wegen der Anlagenhöhe (Nabenhöhe 149 Meter) das Erfassungsfeld der Radarstation Lauda gestört werden.

• Einstimmig beschloss der Gemeinderat außerdem in seiner Sitzung, Mitglied im Naturpark Steigerwald zu werden.