Zwei neue Gesichter gibt es im Führungsteam der Stadtschwarzacher Feuerwehr. Bei den Wahlen kandidierte der stellvertretende Kommandant Richard Dülch nicht mehr, das Amt bleibt jedoch in der Familie: neuer zweiter Kommandant ist Sohn Christoph Dülch. Als stellvertretender Vorsitzender beim Feuerwehrverein wurde Hubert Blaß neu gewählt. Sein Vorgänger Gerhard Falkenstein war im April 2010 überraschend verstorben.

Die anderen Posten blieben in bewährten Händen. So ist Michael Krieger weiterhin Kommandant. Im Verein führt Manfred Falkenstein den Vorsitz, Schriftführer bleibt Dieter Blass, Kassier Clemens Köberlein. Die Jugend führen Burkard Schuster, Andreas Hufnagel und Klaus-Dieter Diesinger.

Dank an Richard Dülch

Mit dem Ausscheiden Richard Dülchs aus dem Vorstand geht für die Stadtschwarzacher Wehr auch ein Generationswandel einher. „Du hast das mitgestaltet, was wir heute sind“, lobte ihn Kommandant Krieger. Wie wenige Andere habe Dülch, seiner bescheidenen Art entsprechend oft „als Zweiter“ im Hintergrund, die Truppe geprägt und die Wehr maßgeblich mit aufgebaut.

Seit 36 Jahren ist er aktiv, seit 1988 war er stellvertretender Kommandant. In seine Amtszeit fiel der Bau des Feuerwehrhauses. Auch die gute Ausrüstung der Wehr mit zwei TLF 16 ist nicht zuletzt auch ihm mit zu verdanken. Unzählige Stunden habe er in die Anschaffung der neuen Löschfahrzeuge investiert, so Kommandant Krieger. Beeindruckend auch Dülchs Einsatzquote von 84 Prozent, trotz der Selbstständigkeit. Allein in den letzten zehn Jahren war er so 235 im Einsatz, zog Krieger Bilanz.

Als Anerkennung gab es von der Wehr eine Woche Urlaub in den Bergen zusammen mit der Ehefrau Marianne. Denn schließlich habe diese während all der Jahre oft wegen der Feuerwehr zurückstecken müssen, so Krieger.

Feuer im Komposthaufen

In Zahlen ausgedrückt hat die Stadtschwarzacher Wehr 50 Aktive, darunter drei Frauen. Hinzu kommen noch die aktuell acht Feuerwehranwärter. Im Feuerwehrverein sind derzeit 96 Mitglieder. 32-mal trafen sich die Aktiven 2011 zu Übungen. 26 Einsätze hatte man im vergangenen Jahr, darunter zehn Brandeinsätze.

Zwölfmal rückte man auf die Auftobahn aus, um technische Hilfe zu leisten oder zu löschen. Gleich zweimal brannte 2011 ein Komposthaufen: Im März stand die große Halde am gemeindlichen Hächselplatz lichterloh in Flammen, im Mai rauchte es in einem Hörblacher Garten.

Die Geselligkeit wurde im Verein mit 25 Veranstaltungen gepflegt. Die Palette reichte vom traditionellen Feuerwehrausflug über einen bunten Abend, eine Bootsfahrt auf dem Main bis hin zum Kesselfleischessen. Vorsitzender Manfred Falkenstein zog eine positive Bilanz.

Mit viel Eigenleitung wurde etwa das Florianstübla fertig gestellt und bietet nicht nur beim monatlichen Treff einen gemütlichen Rahmen. Auch zwei Kühlschränke und Boxen für die Musikanlage wurden heuer neu angeschafft.

Für 60 Jahre Mitgliedschaft im Verein wurden Robert Estenfelder, Adolf Kleinhans und Albert Steet geehrt.