Es geht weiter voran in Castell, was die Themen Solaranlagen auf Freiflächen und die Dorferneuerung betrifft. In der Sitzung des Gemeinderates gab das Gremium um Bürgermeister Christian Hähnlein nun die Zustimmung, dass die Firmen ihre Planung für die ausgesuchten Flächen erstellen können. Drei Anlagen auf Gemeindegebiet mit einer Fläche von insgesamt 57 Hektar sollen entstehen.

Gemeinde legt Wert auf Beteiligung der Bürger

Bei allen drei legte die Gemeinde Wert darauf, dass sich an ihnen auch Bürger beteiligen können. "Bürgersolarpark Bernbuch" und "Bürgersolarpark Im Kreuzgrund", sollen die Areale heißen. Das schlug das Gremium vor. Die künftigen Fotovoltaik-Gebiete werden in den neuen Flächennutzungsplan der Gemeinde mit eingetragen. Der Plan wird derzeit überarbeitet, die Änderungen haben keine zeitliche Auswirkung auf dessen Fertigstellung, sagte Bürgermeister Hähnlein.

Bis die ersten Solarmodule montiert werden, dürfte noch Zeit vergehen. Als nächstes werden die Unternehmen ihre konkreten Planungen für die Flächen anfertigen. Der Gemeinderat wird die Unterlagen dann an die öffentlichen Stellen zur Beteiligung am Verfahren weiterleiten.

In der Dorfmitte werden zwei Brunnen installiert

Zur Dorferneuerung in Castell teilte Bürgermeister Hähnlein mit, dass die Arbeiten im Schutz nahezu fertig sind. Auf der Grünfläche mitten im Ort, zwischen dem Schloss und dem Archivgebäude, werden in den nächsten Tagen die beiden dort vorgesehenen Brunnen installiert. Einmal wird der bisherige Brunnen, der am Platz vor dem Bistro Kniebrecher stand, in diesen Bereich versetzt. Daneben erhält die Fläche einen weiteren Brunnen. Für diesen wurde ein Künstlerwettbewerb ausgeschrieben, aus den vorliegenden Modellen wählt die Jury dann vor Ort den Sieger aus.

Zudem teilte das Gemeindeoberhaupt mit, dass nun die Treppenstufen am Eingang in die künftig als Erholungsbereich gedachte Fläche gesetzt wurden. Es folgen noch weitere Pflastererarbeiten. Bis Frühjahr 2022 soll der Schutz, und damit die Dorferneuerung dann fertig sein.

Außerdem lag dem Gremium in der Sitzung eine Anfrage aus dem Ortsteil Wüstenfelden vor. Dort möchte eine Bürgerin auf dem etwas außerhalb des Dorfes gelegenen Flurstück "Hasengraben" Beete und Blumen anpflanzen und das Ganze einzäunen. "Die Fläche ist recht verwildert, das wäre eine Aufwertung", meinte Bürgermeister Hähnlein.