Die Verleihung der Goldmedaille im Wettbewerb Entente Florale auf Europaebene war neben den Wahlen im Frühjahr der Höhepunkt des Jahres 2014. Das sagte Oberbürgermeister Siegfried Müller in seiner Jahresschlussrede am Donnerstag. Er bezeichnete 2014 als ein „ereignisreiches Jahr“, in dem sich in der Stadt viel bewegt und das am Ende noch ein Weihnachtsgeschenk gebracht habe.

Was genau passierte, füllte zehn Seiten, oder umgerechnet gut 30 Minuten Redezeit. Die OB-Jahresbilanz steht im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Stadtrats kurz vor Weihnachten.

Die war in der Vergangenheit nicht immer von Harmonie geprägt, was den OB veranlasste, die „zukunftsbestimmenden“ Wahlen zu erwähnen. Als Ergebnis ist er nicht nur OB gebleiben, es hätten sich positive Veränderungen im Stadtrat gegeben: „Die politische Kultur im Gremium hat sich hör- und spürbar verbessert.“

Müller erwähnte die viele Kleinarbeit in der Verwaltung und 107 Sitzung des Stadtrats und seiner Ausschüsse. Er zählte Projekte auf, die das Jahr prägten. Er erwähnte Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung und Infrastruktur wie die Schaffung von Krippenplätzen oder der Sanierung der Schulen.

In dem „leistungsstarken Jahr“ 2014 seien Weichen für die Zukunft gestellt worden. Das Stadtteilzentrum in der Siedlung sei im Bau, die Feuerwehrhäuser auf dem neuesten Stand – das in Hoheim kurz vor der Vollendung.

Für die Halle auf dem Deustergrundstück liege den Fraktionen inzwischen ein Plan und ein Kostenrahmen (6,9 Millionen Euro) vor. Die Entscheidung werden Anfang 2015 fallen, für den OB eine Chance, die ergriffen werden muss.

Vor allem das Bauamt habe viel zu tun gehabt, um die Voraussetzungen für die Standortsicherung und die Erweiterung von Betrieben zu schaffen. Mehrere große Unternehmen haben damit die Möglichkeit zur Expansion. Das bedeute den Erhalt des Standorts Kitzingen und damit der Arbeitsplätze und der Kaufkraft.

„Wir sind bei der Konversion auf einem guten Weg.“
Siegfried Müller Oberbürgermeister

Ein echter Kraftakt sei der Konversionsprozess, der einen „großen Schub nach vorne“ bekommen habe. Im Innopark (Larson Barracks) arbeiten 50 Firmen mit 500 Mitarbeitern. Das „sehr komplexe Verfahren“ für den Gewerbepark conneKT stehe vor dem Abschluss. 100 Mitarbeiter in acht Firmen arbeiten in Zuge einer Zwischennutzung schon in der ehemaligen Flugplatzkaserne.

Der Richthofen Circle, in dem ein Reit und Freizeitareal entstanden sei, werde bald angebunden. Der Corlette-Circle wird für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet.

Derzeit werde ein Wohnkonzept erarbeitet, das wichtige Grundlage für die Entwicklung der Marshall Heights sein könnte. Dass mit der Wohnsiedlung nach acht Jahren nur noch eine Konversionsfläche nicht in privaten Händen sei, lässt für den OB den Schluss zu: „Wir sind mit der Konversion auf einem guten Weg.“

Die angekündigte Ansiedlung des Schaeffler-Logistikzentrum in conneKT bezeichnete er als großen Erfolg für den Eigentümern blumquadrat und einen Meilenstein in der Entwicklung des Gewerbegebiets.: Ein Weihnachtsgeschenk. Trotz aller Erfolge benötige die Stadt bei der Konversion weiter die Hilfe des Freistaats.

Für 2015 kündigte er für Kitzingen einen „weiteren Schub nach vorne an“. Die Schwerpunktthemen: Kinderbetreuung und Bildung verbessern, Infrastruktur und Innenstadt stärken sowie Wirtschaft und Integration fördern.

Am Ende gab es den Dank an alle Beteiligten und einige mahnende Worte von Stellvertreter Stefan Güntner (CSU). Die neue Geschäftsordnung übertrage Kompetenzen auf OB und Verwaltung. Dies sei ein Vertrauensvorschuss der Mehrheit im Stadtrat, der nicht enttäuscht werden dürfe.

Bevor es zum Abschluss zum gemütlichen Teil in den Keller ging, zeigte eine von Herbert Müller zusammengestellte Diashow noch einmal den Weg zur Goldmedaille in Ungarn und damit zu dem Ereignis des Jahres 2014.