Sechs Jahre vergingen von der Idee bis zur Realisierung. Am Sonntag war es soweit. Am Volkacher Freibadparkplatz machte sich fast die gesamte Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnen auf den Weg nach Rom.

Vor den bereitstehenden Bussen gaben Klosteroberin Sr. Kunigild Steer und Provinzleiterin Sr. Martina Schmidt den 252 Schülerinnen der Mädchenrealschule und 28 Begleitpersonen den Reisesegen und wünschten eine gesunde Heimkehr.

Großer Bahnhof

Alle trugen pinkfarbene Schals mit Schulaufdruck als äußeres Zeichen der Zusammengehörigkeit und der Gemeinschaft. Mehrere hundert Angehörige sorgten für einen großen Bahnhof.

Wunsch geht in Erfüllung

Als Schulleiterin Doris Roth die Startflagge schwang, ging für sie ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Im Sommer 2017 wurde die „Stiftung der Dillinger Franziskanerinnen St. Maria Volkach errichtet“ – der Anlass für die sechstägige Studienreise. „Mit dieser Tour wollen wir unseren Schülerinnen unvergessliche Eindrücke vermitteln und uns auf die Spuren des Christentums begeben“, verriet Roth.

Rom kennenlernen

Die Mädchenrealschule sei eine kirchliche Schule und „unsere Schülerinnen sollen einmal die Möglichkeit haben, die Stadt Rom kennen zu lernen.“ Freizeitaktivitäten werden in Europas Süden nicht zu kurz kommen. Eine Veranstaltungsfirma schnürte für die Schulfamilie ein „Rundum-Sorglos-Paket“ und ein abwechslungsreiches Programm.

In Gruppen besichtigen die Schülerinnen die Katakomben, das Kolosseum und das Forum Romanum. Stadtrundfahrt, Papstaudienz und heilige Messe stehen ebenso auf dem Programm wie ein Abstecher ans Mittelmeer. Als Unterkunft hat man eine zentrumsnahe Camping-Ferienanlage gefunden. Die Schülerinnen sind in Chalets untergebracht.

Große Resonanz

Die Studienfahrt sei eine „freiwillige Geschichte“, sagt Roth. Umso mehr habe sie sich über die große Resonanz in der Schulgemeinschaft gefreut. Nur 20 Schülerinnen müssen aus den verschiedensten Gründen zuhause bleiben. Diese haben die Möglichkeit, ein Praktikum zu machen. Für die beiden neuen fünften Klassen käme diese Studientour zu früh, erläutert Roth. Sie halten in dieser Woche die Stellung in der Schule.

Viel Zeit vergangen

Warum es mehrere Jahre gedauert hat, bis das Projekt endlich starten konnte? „Vor sechs Jahren wurden wir vom katholischen Schulwerk in München eingeladen, an einer Romfahrt teilzunehmen“, erklärt Doris Roth. Es habe dann viel Zeit gebraucht, bis die Idee umgesetzt werden konnte.

Als 2017 eine Bamberger Schule mit 800 Schülern nach Rom aufbrach, habe sich die Schulgemeinschaft endgültig dazu entschlossen. Die Fahrt sei kein Urlaubstrip sondern vielmehr eine Pilger- und Studienreise mit Geschichts- und Religionsunterricht, der von Volkach nach Rom verlagert wird.

Reisezuschuss

Die Diözese Würzburg erleichtert den Eltern die Finanzierung der Reise mit einem Reisezuschuss. „So ist die Reise erschwinglich und Geschwisterkinder erhalten nochmals Rabatt“, so Roth. Als Initiatorin der Fahrt stieg sie am Sonntag natürlich mit in den Bus. Und wenn alles gut läuft, dann wird die Schule in fünf Jahren erneut in Richtung italienischer Hauptstadt aufbrechen.