Die Bürger im Kitzinger Stadtteil Hoheim sind vermutlich ziemlich zufrieden mit der Arbeit im Rathaus. Denn es gab zwar Kritik in der Bürgerversammlung, aber zur Zielscheibe der Bürgerinnen und Bürger wurde die Deutsche Telekom und die von ihr beauftragte Baufirma, die aktuell mit der Verlegung von Glasfaserkabeln für schnelles Internet in der St. Georg-Straße beschäftigt ist und manchen Bürger auf die Palme bringt.

Georg Caspari machte seinem Ärger über die Baufirma Luft, die für schnelles Internet in Hoheim sorgen soll, Dort in der St. Georg-Straße sei schon seit Wochen angefangen worden, aber gehe nicht viel voran. Das habe dazu geführt, dass eine Handwerksfirma an Casparis Haus eine Baustelle nicht beginnen und unverrichteter Dinge wieder abziehen musste. Denn Casparis Grundstück sei für die Handwerksfirma nicht zugänglich gewesen.

Über die Glasfaserkabel verlegende Baufirma gab es weitere Klagen wegen nahe der Kirche urinierender Bauarbeiter. Auch konnte eine Bürgerin nicht verstehen, dass ein Abschnitt der Straße von Baufahrzeugen zugestellt und der Abschnitt auch noch zur Einbahnstraße degradiert worden sei.

Telekom ist Ansprechpartner

Der Hoheimer Bürger und stellvertretender Leiter des städtischen Bauhofs, Dieter Pfrenzinger, erläuterte die Lage und äußerte Verständnis für die Bürger, wenngleich er das Vorgehen der Baufirma etwas relativierte.

Recht schnell kristallisierte sich heraus, dass die Deutsche Telekom im Zweifelsfall die Adresse für Klagen sei, habe doch sie den Auftrag an die Baufirma erteilt. Die Stadt habe da keine Handhabe, sondern sei nur informiert und erteile nur verkehrstechnische Erlaubnisse, wie Oberbürgermeister Stefan Güntner die 20 Bürgerinnen und Bürgern wissen ließ. Der OB erklärte, dass das Telekommunikationsgesetz die Deutsche Telekom oder dem Mitbewerber Deutsche Glasfaser das Recht hätten zu bauen und den Kommunen bleibe keinerlei Mitsprache.

Der OB ging ferner auf die begonnene Sanierung der Aussegnungshalle ein. Dort werde jetzt auch das Dach mitgemacht, aber eine WC-Anlage wird es nicht geben, weil es dort ein Kanalanschluss fehlt. Dem aus der Bürgerschaft geäußerten Wunsch nach einer Toilette wird von der Stadt dadurch Rechnung getragen, dass bei Beisetzungen das WC der angrenzenden Alten Schule genutzt werden kann.