Schilderwald oder ein kleiner Wall? Diese Frage beschäftige den Seinsheimer Marktgemeinderat, denn die Badesaison am Landschaftssee steht wieder bevor. Was man nicht möchte, dass die Leute mit ihren Fahrzeugen fast bis in den See hineinfahren. Jetzt soll ein Erdwall Abhilfe schaffen.

Der Seinsheimer Landschaftssee erfreut sich mittlerweile im weiten Umland ob seiner Lage großer Beliebtheit. Manchmal zu großer. Deshalb wurden im vergangenen Jahr Parkverbotsschilder aufgestellt. In sehr großer Zahl, um rechtliche Vorgaben zu erfüllen.

Eine Lösung könnte ein Zonenverbotsschild sein. Dies werde alles noch geklärt, versicherte Bürgermeisterin Ruth Albrecht in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Im vorderen Bereich des Sees soll nun aber auch ein Erdwall aufgeschüttet werden. Denn bei der Anlage der Blühwiese oberhalb des Sees ist Erde abgeschoben worden, die nun dafür verwendet werden kann. Der Wall, auch dafür gibt es rechtliche Grundlagen, darf nicht höher als zwei Meter sein und seine Fläche nicht mehr als 500 Quadratmeter betragen.

Einstimmig billigte das Ratsgremium den Wallvorschlag der Bürgermeisterin. Für den Wall werden geeignete Pflanzen, die pflegeleicht sind, ausgewählt. Der Vorschlag von Gemeinderat Gerald Hell, eine Holzkonstruktion aus Balken, analog wie bei der Festung in Würzburg, auf dem Boden anzubringen, um Parker fernzuhalten ist notiert. Wenn der Wall verwirklicht ist, wird geprüft, ob eine solche Konstruktion noch notwendig ist.

Gute Nachrichten gibt es in Sachen Dorfgemeinschaftshaus Iffigheim. Der Bewilligungsbescheid für eine Förderung ist da. 80 Prozent der förderfähigen Kosten werden bezuschusst. Dies sind dann 617 720 Euro, die auf das Konto der Gemeinde überwiesen werden. Damit kann es nun mit den Bauarbeiten losgehen. Zuerst wird das alte Gebäude auf dem Areal unterhalb der Kirche abgerissen.