Die „Drei für Kitzingen“, Claudia Biebl (Vorsitzenende des Stadtmarketingvereins) sowie Joachim Kramer (Agentur Orka ) und Dirk Nitschke (Atelier Zudem) luden am Freitagabend zu einem Ideenpotpourrie für das neue Kitzingen.

In der Gärtnerei Hummel stellten sie einige der 50 Stationen ihres Handbuches „Treibhaus der Ideen“ vor, welches Kitzingen ein neues, innovatives Gesicht geben soll. Rund 30 Interessierte, darunter Vertreter der Stadt Kitzingen, waren beeindruckt von der Ideenvielfalt der Veranstalter. Schon der ausgewählte Ort – eine Gärtnerei – sollte inspirierend sein, in einer konstruktiven Treibhausatmosphäre erste Ideen anzuzüchten.

„Wir wollen gemeinsam mit den Bürgern den roten Faden aufnehmen, den Professor Vossen im Jahr 2014 mit seiner Positionierungsempfehlung für Kitzingen ausgelegt hat“, erklärte Claudia Biebl am Anfang ihrer Rede. Der Professor habe mit seiner Analyse einen Blick von außen auf Kitzingen geworfen, so wie er das bei vielen anderen Städten im Vorfeld auch gemacht hat. Joachim Kramer zeigte passend zur Idee verschiedene kleine Pflanztöpfe, in welche Samenkörner eingelegt wurden. Alle sind mit einem Papierfähnchen versehen, welches das Motto der Veranstaltung trägt: Dinge, die wachsen sollen, muss man pflegen.

Die Töpfchen verschenkte er im Publikum und bat, sie getreu dem Motto zu pflegen und zu gießen. Im Frühjahr 2016 wolle man dann sehen, was dabei herausgekommen ist.

Ein Synoym für die Veranstaltung: Auch da will man sehen, wie weit die Vorsätze der „Drei für Kitzingen“ gewachsen sind. Eine Herzensangelegenheit ist Kramer die Mondseeinsel in Kitzingen. „Eine Mondseeinsel hat keiner in ganz Deutschland“ schwärmte er. Ihm schwebt ein Mondsee-Festival vor. Ein Fest der Magie unter dem Einfluss des mystischen Mondes: mit Lichtinszenierung, Musik, Sternenschau, Kunst- und Theateraufführungen.

Auch die Kultivierung eines Waldgebietes mit verschiedenen Aufenthaltsbereichen schwebt Kramer vor. Bereiche, die für alle Generationen, von Jung bis Alt, geschaffen sind. Wald ist für ihn die Quelle der Inspiration, der Gesundheit, der Liebe und des inneren Friedens. „Jeder Tag im Wald stärkt die Heilkraft im Körper“, erklärte er unter Hinweis auf den sogenannten Biofilia-Effekt, sprich: der Heilung aus dem Wald.

Der Dritte im Bunde, Dirk Nitschke, hat Visionen für ein neues Erscheinungsbild der Stadt. „Viele sagen, die Kitzinger bringen nichts auf die Reihe. Wir aber wollen zeigen, was alles geht und was es alles gibt. Wir bündeln das“, sagte er.

Nitschke zielte hierbei ab auf das Kitzinger Stadtlogo im quadratischen Stil ab. In der Form soll es erhalten bleiben, aber es soll frische Farben und eine modernere Illustration erhalten.

„Kitzingen kanns!“ betonte Nitschke und verwies auf ein Beispiel: einen eigenen Radio-Stream. Sozusagen ein Stadtradio mit einem zwei- bis maximal dreistündigen Programm. Dies gebe der Stadt zusätzliches Profil um sei geeignet, Inhalte locker im Lokalkolorit zu präsentieren.

Ein kräftiger Schub

Zum Schluss erhielt Oberbürgermeister Siegfried Müller das neue Handbuch von den dreien ausgehändigt. Mit 50 Ideen, wie man Kitzingen einen kräftigen (Zukunfts-)Schub verpassen kann. Die ersten Samenkörner sind gesät: Bleibt abzuwarten, was dabei herauskommt.