Vielen ist noch die Troja-Ausstellung im Iphöfer Knauf-Museum im Jahr 2018 in Erinnerung. Vor allem das hölzerne Pferd auf dem Marktplatz. Dazu gab es einen "Troja Selfie Point", von dem aus sich Besucher mit dem Pferd im Hintergrund ablichten konnten. Diese würfelförmige Plattform aus Holz fand nach der Ausstellung in der Marktgemeinde Seinsheim einen neuen Besitzer. Jetzt wird ein adäquater Platz für das Teil gesucht.

Der "Selfie Point" lagert derzeit im neuen Bauhofgebäude. Doch in Kürze wird dort ein Hochregal eingebaut und damit steht das Gebilde im Weg. Bürgermeisterin Ruth Albrecht erinnerte daran, dass der "Selfie Point" wegen des Tourismus nach Seinsheim soll. Möglich seien ein Standort am Landschaftssee oder am Galgenbrünnlein.

Der Landschaftssee war aber schnell außen vor. "Wie oft da Bänke im See liegen", meinte Ruth Albrecht dazu nur. Schon allein deshalb wisse sie nicht, ob der Landschaftssee der richtige Platz sei.

Der Platz beim Galgenbrünnlein, an dem das Knauf-Museum auch sein Scheiterhaufen-Experiment zur Hexenwahn-Ausstellung ausgeführt hatte, liegt erhöht. Vor dort hat man einen schönen Blick auf Seinsheim, auf das Areal rund um den Landschaftssee und auf die Weinparadiesscheune.

Gemeinderat Stefan Düll, der auch Feuerwehrkommandant ist, wies darauf hin, dass dies eigentlich der Platz für das Sonnwendfeuer sei. Da werde es eng für ein Gebilde aus Holz, warnte er. Sollte der "Selfie Point" auf dem Galgenbrünnlein-Areal in der äußersten Ecke Richtung Hüttenheim aufgebaut werden, lässt sich das Teil auch nicht so einfach schnell mal versetzen, denn schließlich bekommt es ein Fundament.

Am Fronleichnamstag will man sich nun vor Ort die Sache betrachten. Dann soll auch eine Entscheidung fallen. Die Ratsmitglieder sollen sich bis dahin auch Gedanken über weitere Standortmöglichkeiten machen.

Scherzend wurde schon einmal ein "Biber Point" genannt. Als Beobachtungspunkt für die possierlichen Nager. Denn mit diesen Tieren hat die Marktgemeinde zunehmend Probleme, sowohl am Landschaftssee und umliegenden Gräben sowie in Iffigheim, wo der Biber die Kläranlage beeinflusst.