Es sind die liebevollen Feinheiten, die Wildparkleiter Thomas Leier besonders am Wildpark an den Eichen in Schweinfurt schätzt. Wenn er durch das 18 Hektar große Gelände streift, dann fällt sein Blick nicht zuerst auf Lasse, den großen Elch. Auch nicht auf das Wildschwein KT - das nicht nach dem Kitzinger Autokennzeichen, sondern nach seinem Paten Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg benannt wurde. Stattdessen fällt der Blick auf die Detailarbeiten, etwa an Burg Schweinstein, dem Domizil der Wildschweinrotte. Haben die Tiere vor Jahren noch im Matsch residiert, wohnen sie nun äußerst komfortabel. Das große hölzerne Zugangs portal inklusive Wappen dient als Aussichtsplattform für Besucher. Im Inneren gibt es unter anderem einen Schweine-Whirlpool mit Schwert im Fels.
Nicht weit von den Wildschweinen entfernt finden gerade die letzten Feinarbeiten an einem Kleinod des Parkes statt. Am Planschbecken, das einem Schiff mit Bullaugen nachempfunden ist, und auf dessen Vorderseite Bilder der Park-Maskottchen inklusive Lasse dem Elch zu sehen sind. Am Sonntag soll das Becken eröffnet werden. Wie der gesamte Park wird das Planschbecken mit Spenden und ehrenamtlicher Arbeit aufrecht erhalten.
Von Spenden haben vor kurzem auch die Walliser Schwarzhalsziegen profitiert, die seit kurzem in einem neuen Gehege wohnen. Ein künstlicher Fels, in dem sich ein Stall befindet, dient ihnen als Schlafgemach und Kletterattraktion. Außerdem gibt es in ihrem Gehege Skulpturen, wie im gesamten Park.
"Auch wenn man jedes Wochenende hierherkommt, gibt es immer etwas Neues zu entdecken", schwärmt Thomas Leier. Manche Details fallen tatsächlich erst beim zweiten oder dritten Mal hinsehen auf. Denn oft lenken die Tiere wie Elche, Luchse oder Gänsegeier den Blick ab. Ebenso wie die fantasievollen Spielplätze und Sportmöglichkeiten.
Zudem ist der Park immer in Veränderung. Demnächst sollen die Eulen ein neues, schöneres und zeitgemäßeres Domizil bekommen. Dafür sammelt der Park gerade Spenden. Denn auf Eintrittsgelder kann der Betriebswirt und Förster Thomas Leier nicht zurückgreifen. Der Eintritt ist nämlich frei.